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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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rcicke Vorkommen der Vechselficber aus. Besonders vom Mo- nate April an ist eine grosierc Frequen; derselben bemerkbar, im Juli erreichen sie gewöhnlich ihren Höhepunkt, und nel'- mcu im August etwas ab, dann wieder zu, bis sie >>n No- vember beinahe verschwinden. Quotidian- (^alltägliche) und näckst ihnen dritttagigc Fieber kominen am bäusigsteu vor, und ein grcsicr Tl'eil der Zahlreichen Anschoppungen der Bauch- cinge>veide und Wa^eri'uchten sind einzig nur die Folge vel- nachlassigler Wechselfieber, deren bedeutende Frequenz auch einen reichlichen Gebrauch der ßhina bedingt. Außerdem laßt sich der au^seyendc Tl'pus bei den verschiedensten Affccticnen erkennen, und erfordert meistens eine specinsche Behandlung, wie man besonders bei Zlervenschmerven (Neuralgien) und selbst bei rheumatischen und tatarrbalischen beiden beobachtet. An die kalten Fieber reihen sich in Vcnig auf Frec>uc>u die gastrischen Asfectionen, vom einsachcn gastrischen Zustand bis ;um ausgebildeten ^aburral-, Schleim- oder Gallensieber. Ter (Heinis! einer w reichlichen fetten Kost, im Sommer oft von unau5gegohreucm oder sauerein Biere begünstigt ihre Ent- wicklung , und die übliche Sitte des gemeinen Volts, hohe Festtage turch Erccffc iu der Tiäl ui feiern, vermehrt auch iu (>)räh die Zahl der Erkrankungen. Nächst den gastrischen und kalten Fiebern sinV es Katarrlic und Nbeumalismen, die der Frühling, Spätherbst und Winter vor Allen mit sich brin- gen. Obwol diese Iabreo^citen überall da>u disponircn, so wird diese Anlage in O'»räl-' noch durch die besondere Veränlerlich- tcit der Temperatur begünstigt. Die Winde sind zwar selte- ner und minder heftig, als in dem benachbarten Oestcrreich; der Nordwind aber, der von den Alpen berabwebt, ist raul'er, und der Sirolko (provin;. Iaut genannt) erschlaffender, und folglich ihr häufiger Wechsel für Individuen, die M Nl'eu- matismen und Katarrhen geneigt sind, um so empfindlicher. Beide Krantlieitsuistände überwiegen im ersten Quartale des Iadres und erreichen im Mär; ihre Arme, schmelzen dann in den Sommermonaten zu einer geringen Anzahl, und fangrn erst Ende October an, wieder an Frequenz zmunebmen. Tie katarrhalischen Entzündungen befallen am häufigsten die Au- gen, Lungen und Schlingorgane, außerdem ist listiger und an- haltender Schnupfen eine gewöhnliche Erscheinung ' ) ; bei Kin- <> Dic G r i p p e !)>rrlll,te <l» legten Dcccnüiu», ,„ dc» Jahre»
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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