Seite - 337 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Neichsgrafcn von Herberstein im Jahre 1837 gegründet, und
ist eben so zweckmäßig als schön eingerichtet. Sie steht jeden
Tag zur Venützung sür das Publikum offen; Sonn- und
Feiertage nur Vormittags; Montag und Freitag von 9—1
Ilbr ausschließend für Frauen. Der Preis für ein einzelnes
Vad ist 48 kr. C. M.; für 12 Bäder im Abonnement 7 fi.
12 kr. C. M. Arme dürfen es unentgeldlich benützen.
2) Das Vad zur Sonne (Murvorstadt, Lcderergasse
Nr. 492) enthält im ersten Stockwerke ein russisches Dampf-
bad und n> ebener Erde 14 ssabinctc-für Wannenbäder, außer-
dem Vorrichtungen zur Douche, zu Spritz- und Tropfbädern.
Preis eines Dampfbades 36 kr., eines Wannenbades mit
Wäsche 12 kr. C. M.
3) Das Fran;ensbad (Schiffgasse Nr. 911) entbält
18 Zimmer mit Wannenbädern. Preis eines Vades mit Na-
sche 12 kr., in gewitztem Zimmer 24 kr. C. M.
Die zwei letzteren Badeanstalten haben eine angenehme
Lage am Murstusse und sind weniger entlegen. Aus beiden
werden auch Bäder in Privatliäuser um billige Preise geführt.
Die folgenden Badeanstalten empfehlen sich durch noch
geringere Preise von 7 — 10 kr. (5. M., daher sie mehr auf
Zweckmäßigkeit als auf Eleganz Anspruch machen. Nur hier
und da wäre noch eine größere Reinlichkeit zu empfehlen.
4) Das Carolincnbad (im Ottischen Garten Nr. 539)
enthält n> ebener Erde 20 Cabinete mit Wannenbädern. Mit
dem Bade ist zugleich ein Gasthaus verbunden.
5) Dianenbad unweit des Carolincnbades (Elisabethi-
nergaffc Nr. 808).
6) Maria-Hülferbad (Nr. 486, Maria-Hülfergasse).
7) Vad ;u den drei Narcissen (auch Gasthaus, Nr.
418 in der Mühlgasse) am Mühlgange. Außer den warmen
Wannenbädern begreift es auch ein kaltes Gehbad im
Preise von 6 kr. W. W.
8) Vad auf dem Lendplatze, Nr. 325.—Sämmt-
liche Väder befinden sich in der Murvorstadt.
Unter die csfentlicken Badeplatze sind zu zählen:
1) jener in der Neu hold au.
2) Das Knabenbad außer dem Sackthore nächst der
Kienreich'schen Papiermühle. Veide werden vom Magistrate
eibalten, und ihr Besuch ist unentgeldlich gestaltet.
3) Ein weibliches Vad (Karlau, am Lagerplatze ober
der Strickerwalke) im Müklgange. 5
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918