Seite - 343 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Bild der Seite - 343 -
Text der Seite - 343 -
mit 12ph't. angegebenen') um I,'»psst. vermindert, dagg
hat sich die Zahl der Aufgenommenen >.>cm Iah« 182? —
l ^39 gerade verdoppelt. ?l.if der Internisten-Ablhcilung, wel-
che fast nur Schwertranke enthält, varürte das Verhältniß der
Gestorbenen zu den Genesenen wie 1:3,4 bis 5,0; auf jener
der Orternisten, die, wie schon früher erwähnt ist, auch die
ft'philitisckcn und chronischen Auoschlagskranken begreift, war
es 1:39; am günstigsten wird das Mortalitäts - Verhältniß
durch die Abthcilung sür Augenkranke, deren Frequenz jähr-
lich zunimmt, modificirt, da sich Todesfälle dort natürlich sel-
ten ereignen. Wenn die Sterblichkeit trotz der ausgezeichneten
Aente, die in diesen Decennien die Anstalt leiteten, nicht noch
geringer war, so lag der Grund in Lccal-Verhältnissen, die
nicht günstig einwirkten. Nicht nur daß die Mehrzahl der auf-
genommenen Fälle aus chronischen und grösitencheils Unheil-
baren besteht, so werden auch von den Armenph'.'sikcrn mehr
kranke Arme in ihren Wohnungen behandelt, als z. V. in
Wien, und meistens nur schwer Erkrankte der Anstalt m Theil;
nicht minder hat die Einrichtung, alle bedeutend erkrankten
Schwängern und Wöchnerinnen aus der k. k. Gebäranstalt in
das Krankenhaus zu übersetzen, in manchen Iahrcn auf dessen
Mortalitäts-Liste keinen geringen Einfluß.
Das Ileberwiegcn der chronischen Fälle macht es begreif-
lich, warum die Summe der jährlich Verpflegten nicht im
Verhältnisse ;ur Bevölkerung stehe; warum der Aufenthalt des
einzelnen Kranken im durchschnitte von sehr langer Dauer
und seine Verpftcgungskosten bedeutend sind. Nach der Be-
rechnung des löbl. Magistrats wurden in den Jahren 1838,
1839 und 1840 täglich im Durchschnitte 118 oder nach einer
runden Summe 120 verpflegt. Die Mittel>ahl der jährlich
behandelten tranken betrug jedoch 1350; mithin trafen 11
auf ein Vett und einer blieb 33 Tage im Besitze desselben.
Nach einem Durchschnitte von den drei Iahrcn 1839,
1840 und 1841 kostete ein Kranker täglich 38 kr. C. M. und
durch seinen gainen Aufenthalt 18 st. C. M. Die sämmtli-
chcn Auslagen für das Spital betrugen 29,633 fi. C. M.").
<) S>e!>e »N'dic, Iahrl'xchcr 5cs cstcrr. Staats. XIV, Pa„0 T 2».
«) Iü dcm Zcxraum? von >2>> — >^> N>mml>,i d,c «.»glichen Verpfleg»-
losten ^es el»ie!licn Klailkei» mit de» obigen ^anz uberein. walirend
I,»e für fc,ncn qan^en Auien!>>>,!t um « f!^ i> !r> <l M- nichr de!r>,
ssen, ,Us ,n de,, legten Jahre» u, s. w. Der Orunü 0>cser dcLeulen»
len D,fferen^ ,,,c>chle ^»n> !>>e,!e >» einem ra!cher,n Wechsel !>er Kran-
ken unl> oer ,u,,e>,,>>en0e!> ?<nz>chl von Unhcttüaren Ocgen, i,c !»an
l S c h h s b
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918