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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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35« ligt, und erfordert als ncthige Belege ein ärttlickes Zeugnis! über den Zustand des Irren und seine Krantheitsgeschichlc, die gesetzliche Irrsinns - Erklärung mit Namhastmachung des Euvalcrs und bei nachgesuchter uneittgeldlicher Ausnahme ein Armulhs^eugniß. Ist jedoch der Zustand des Irren von der Art, daß er ihm selbst oder Andern Gefahr dreht, so wird er dem Tirector der Anstalt zugewiesen, der die augenblickliche provisorische Ausnahme einleitet. Nur die Polizei-Behörde hat das Neckt, Irrsinnige auf den Grund eines ärttlichen Zeug- nisses ohne Beziehung des Tirectors in die Anstalt ;u über- setzen. Findet der Ordinarius den Irren zur Entlassung ge- eignet, so hat die Verwaltung durch die betreffende Partei, rder bei Auswärtigen durch seine Ve^irkscbrigkcit seine Abho- lung ^u veranlassen. Die Leickcn der verstorbenen Irren werden in die Tod- tenkammrr des allgemeinen Krankenhauses gebracht, da sich in der Anstalt keine eigene befindet. <>) Das Spital der barmherzigen Brüder l) (Murvorstadt Nr. 527), Dieses Krankenhaus, schon im Jahre 1615 gegründet, wurde durch gioßmml'igc Beiträge allmählig so vergrößert, daß es nun 7U Kraute aufuelnnen kann. Zucht weniger als 5(1 Vetlen sind in einem einzigen holten, gewölbten und mit steinernem Fußboden belegten Saale aufgestellt. An dem einen Ende desselben befindet sich ein Altar, auf dem täglich Messe gelegen wird; die Fenster sind hoch über den Bellen ange- bracht, die Bettstellen von Hol; und jede mit Vorhängen lind mit einer Gurte '.'ersehen, mittelst der sich dcr schwache Kranke selbst aufrichten kann. Innerliche und chirurgische Kranke sind hier nickt gesondert, nur für aculc und chronische Ausschläge eristirt ein eigenes ^ocale. Ein Paar Zimmer dienen zur Auf- nähme kranker Individuen aus dein Handelostande, ein an^ teres als Reserve. Die kleine Anstalt für Irrsinnige blsteht aus kleinen Gemächern, in die ein großes Zimmer abgelheill wurde. 3ie eigentliche Krankenpflege ist nur den Eonventua- len anvertraut, die auch die im Kloster befindliche Apotheke versehen. Die tägliche Ordinaiion hält ein vom Eonvcnte rcmunerirter Arn; die chirurgischen Verrichtungen, so wie überhaupt die Befolgung der ärztlichen Anordnungen kommen «1 Ucdcr Vic Geschichte scmcr Gründung T- »««. i —
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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