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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 359 -
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Seite - 359 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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359 Erträgnissen besonders veranstaltete»,- Vällc und andern Pro- ducticnen u. s. w. 8 3. Dic A rmen-Ncr so rgungsan stalten sind in Gräh noch nicht zu jenem Grade der Vollständig- keit und Vollkommenheit gediehen, den man von einer Pro- vinzial-Hauptstadt zu erwarten berechtiget ist, deren wirkliche Volkszahl mit Inbegriff des Militärs und der Fremden auf mehr alo 53,(M! Seelen sick, erhebt. Noch immer entbehrt Grätz eines freiwilligen Arbeitshauses, dessen Dasein doch zur gänzlichen Vervollständigung der Armen-Anstalten unumgäng- lich ncthwcndig erscheint; das Waisenhaus, welches früher hier bestand, sucht man jetzt als eine besondere Erziehungs-Anstalt vergebens; auch für dic Hausarmcnpstegc ist im Ganzen noch zu wenig geschehen, als daß man auf diesen Tlicil der poli- zeilichen Anstalten mit voller Beruhigung Hinblicken könnte; dennoch besitzt auch Gratz schon seit langer Zeit mehre hier- her gehörige sehr zweckmäßige Anstalten: 2) Erziehung armer Kinder. Dem Bedürfnisse der Erüehung anncr Kinder, welches das dringendste ist, da dergleichen Wesen nicht zeitlich genug dein Übeln Einflüsse der Acltern entzogen oder der nachtheiligcn Einwirkung des bösen Beispiels Anderer entrückt werden können, ist erst seit der Gründung der Kleinkinder-Wartanstalten, de- ren Grätz gegenwärtig drei zählt, unn Theile abgeholfen. Diese Anstalten wurden durch den wohlthätigen Frauen-Verein, wel- cher sämintlicke Kosten aus seinen Zuflüssen bestreitet, ins Le- ben gerufen und ;war die erste derselben am Gries (Grana- tcngasse Nr. 939) am 1«. April 1U31; dic zweite am 2. Juli 1832 im Müingrabcn (Nr. 267), und die dritte am 16. Octcber 1«41 in der Vorstadt Graben (Nr. 1063) eröffnet. Diese Anstalten haben nicht nur den Zweck, Kinder jener ar- men Aeltern, welche ihrer Arbeit nachgehen und sich außer Hause um ihr Vrot bewerben müssen, vom zweiten bis zum Antritte des sechsten Jahres unter Aufsicht zu nehmen, son- dern auch ihre körperlichen, sittlichen und geistigen Kräste zu entwickeln; zu welcl'cm Ende die Kinder, wenn gleich ärmlich, jedoch reinlich gekleidet, gelammt und gewaschen, im Som- mer des Morgens um 6 und im Winter um ? Ilhr in >.'er- läsilichcr Begleitung in die Anstalt geführt, um 12 Nhr cnt- weder zum Miitagscssen abgeholt und um 1 Uhl,' wieder in
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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