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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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V dieselbe gebracht, oder mit dein, was ilmen die Aeliern >nm Mittagsmale mitgeben, abgespeiset, und Abends im Winicr um 5, im Sommer nm 7 Uhr nach Haus abgeholt werden. Während dieser Zeit werden die Kinder in den ersten (Ele- menten der Religion, der biblischen Gcschiäue und andern Elementarkenntnissen aus eine ilnem Alter und Fassungsver- mögen angemessene Weise unterrichtet, im Gebete gcübt, in ihren Spielen und kindlichen Unterhaltungen stets sorgfältig bcaufsichtet und die ärmsten Kinder von Zeit zu Zeit auch mit Kleidungsstücken und Schuhen betheilt. Vci jeder dieser An- stalten befindet sich außer einem oder mehren geräumigen Zim- mern, ein ansehnlicher Garten, ein Gebier, nach (irs^ldevniß der Kindenahl eine oder zwei Wärterinnen; der "'e;ni5alU besucht, auf Ansuchen des Vereins, diese Anstalten wenigstens wöchentlich einmal. Tiefe drei Anstalten nehmen jetzt 2-i6 Kinder auf, davon 117 auf die erste, 84 auf die zweite und H'> auf die dritte dieser Anstalten kommen. Die Kosten der Unterhaltung dieser drei kochst wohltl'äligen Institute bcliefen sich im I. 1842 auf 1590 ft. 28 kr. (5. M. >>) Armenschulcn. Besonderer Armenschulen für die im Alter weiter vor- gerückten Kinder bedarf es hier nicht, da in den sämmtlicl>en Pfarrschnlen der Unterricht den armen Kindern durchaus unent- gcldlich erlhcilt wird. (.Siehe hierüber die Unterrichtsanstallen.) o) Waisenhaus. Ein eigenes Waisenhaus besitzt Grätz beut zu Tage nicht mehr, wie bis zum I. 1785 (/>ehc S. 234 und 299), in welchem dasselbe als eine für sich bestehende Anstalt auf- gehoben, an seine Stelle später das Findelhaus mit dem Ti- > tel eines Waisen- und Fintclhauses gesetzt und ihm ein soge- nannter i?berwaisenvatcr vorgesetzt wurde; so hörte jene An- stalt, welche einen bedeutenden Fond besaß, seiitem ans, ein Waisenhaus im eigentlichen Sinne des Wortes zu sein. Die Capitalien des älteren Instituts wurden aber nachträglich zum Thcile wieder in sogenannte Waisenpfründen umgewandelt. Das dem Waiscnbauofonde zu Grätz und Brück gehörige Ver- mögen betrug nämlich 339,035 ft.; davon 13,750 fl. dem <)indelhausfonde und 325,285 ft. dein Sicchenhausfonde ein- verleibt wurden. Mit hohem Hcftanzlei-Dccretc vom 13. Au- gust 1840, Z. 10,189/631, wurde aber wieder die Ausschei- dung des Waisenvermögens anbefohlen. — Der durch den Ent-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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