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gang der Interessen im Betrage von 2632 st. 40-/4 f^. ss. W.
hierdurch entfallende jalnlichc Abgang ist dem Sicchcnhause
ans dem Vermögen der Stadt Grätz, und zwar vom I. 1841
angefangen zu ergänzen. — Von den Intereffen des Waisen-
Vermögens entfällt ein Dritthcil von 1160 ft. ss. M. für 4«
Waisen, welche in der Stadt Grätz geboren sind, das sechste
Lebensjahr erreicht, aber als Mädchen das sechzehnte, als Kna-
ben das aäinchnte Jahr »och nicht zurückgelegt haben, mit
jährlichen 24 st. betl'eilt und dafür bei Privaten untergebracht
werden. Die Besetzung dieser 48 Pfründen stein fortan dein
Magistrate zu. Das zweite Drittheil der Interessen wird auf
ausgemusterte Findlinge verwendet, von denen man ungefäln'
90 mit je 12 fl. C. M. betheilt, und das letzte Dritihcil ist
für 48 Waisen der Provinz Steiermark, mit Ausschluß der
Stadt Grätz, bestimmt.
<!) Armenhaus.
Ein eigenes Armenhaus besaß Grätz auch schcn zu
Ansang des vorigen Jahrhunderts, indem K. Karl VI. ver-
möge t. k. Resolution vom 11. April 1724 den Vau eines be-
sondern Arbeitsbaufes anbefahl und ibn dadurch möglich »lachte,
daß er ilnn durch besondere Verordnungen mancherlei gesetzliche
Zuflüsse mittelst anbcfodlener Abgaben von alle» Testamente»,
Bällen u. dgl. m. verschaffte. Im I. 1755 stiftete die Kai-
scrinn Maria Theresia ;u»n Nutzen dieses Armenhauses eine
eigene Lech-Vank und Versatzamt, dessen Ertrag anfänglich
bis '»in 15. Mai 1779 zwischen dem Direktor und dem Ar-
menl'ause ;ur Hälfte getl'eilt wurde. Von dem letztgenannten
Tage an aber wurde anbefohlen, den dein L!rmenhau!'e allein
gehörigen Zlutzen mit Ende eines jeden Jahres ,u liquidiren
und in so lange bei dem Versatzamte als einen besonderen
Fond zu sammeln, bis das Armenliaus dadurch in den Stand
gesetzt würde, bloß mit eigenen Geldern dac> Amt zu bestrei-
ten; wobei jedoch das Versatzamt angewiesen wurde, von dem
entfallenden Nutzen dem Armenhause auch in der Zwischen-
zeit denjenigen Abgang an den Armenhaus-Abgaben zu ver-
abreichen, welchen es zur Deckung seiner Ausgaben benöthigcn
sollte, und nur den Ueberschuß als einen weiteren Fond für
das Ann zu behandeln. — Später kamen auch bedeutende
Stiftungen lnnzu. Im I. 1767 hatte das Aruienl'aus an
Kapitalien 124,366 fi., dann ein Total-Einkommen von
, 13,602 st., und war somit genügend dctirt, so daß zu Anfang
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918