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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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K 362 des neunten Iahrzehcnds des vorigen Jahrhunderts 65 Män- ner, 102 Weiber, 133 Knaben, 1-N Mädchen, im Ganzen 5-l-i Personen erhalten und auch viele Hausarmcn mit Almo- sen bctbeilt werden tonnten. Diese Anstalt wurde später so modificirt, daß es e) Sicchcnhaus auch zugleich und uvar voruigswcife ein städtisches Siech en- haus (^ sielic 2. 299) wurde. Tas alte, bisher noch allein benutzte Gebäude ninnnt einen ebenen, durch den westlichen Mahlgang begranzlcn Platz ein und bildet zwei verbundene, gegen Westen offene Vierecke, deren geräumige Höfe dort unmittelbar in den mit Maul- beerbäumen bepftanuen Gartenraum übergehen. In letztcrem befindet sich das Arbeitshaus, ein Häuschen für Nnstäthige, ein Vasch- und Vadchaus. Im Ganzen enthält die ältere Anstalt nicht weniger als 399 Betten in 29 Zimmern, die jedoch nur zum Theile groß und geräumig, durchaus aber zu niedrig und in den tief lie- genden Erdgeschossen dunkel, feucht und ungesund sind. Letz- tere sind daher nur für diejenigen Siechen zn benützen, die den größten Theil des Tages außer dein Hause nibringen, so wie für Crctins, Blinde und Nnstäthige, und sollen mit Er- öffnung des neuen Lccalcs durchaus' geräumt werden. Die besseren Säle des Gebäudes werden für die kranken Sie- chen und seit kurzer Zeit auch für die oculistische Ablhcilung verwendet; eigene Gemächer für Zahlende sind nicht vorhanden. Außer den Siechen wohnen im Hause noch der Inspcc- tor, der Curat und Kirchendiener neben der zur Anstalt gehö- rigen Kirche, der Traiteur und der Hanschirurg. 3)a es sich bei der Unterkunft im Siechcnhause nm eine lebenslängliche Versorgung handelt, so ist die unentgeldliche Aufnahme mit mehr Cautclcn verbunden, als die in andern An- stalten. Nur das Gubernium selbst ertheilt die Bewilligung zur Aufnahme; die Bittgesuche sind mit dem ärttlichen sscrtificate des ArmenarUes, dem Armuths- und Zuständigkeits-Zeugniffe des Viertelmcistcrs zu belegen, und durch den Magistrat der Landesstelle zu überreichen. In driirgenden Fällen veranlaßt der Localdircctor der Anstalt die provisorische Aufnahme des Siechen unter der Bedingung, die Bestätigung des Guber- niums binnen acht Tagen einzuholen. Für auswärtige Arme zahlt der betreffende Nezirl täglich 14 kr. C. M., zahlungs- fähige Sieche müssen diesen Betrag selbst entrichten. > >
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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