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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 367 -
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Seite - 367 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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ß 367 zu beschäftigen. Die rüstigern Pfründner werden in jedem Zimmer zur Krankenpflege gewählt, und erkalten dafür täglich eine Zulage von 3 kr. C. M. Schwer Erkrankte werden in das allgemeine Civilspital übersetzt. Für arme Durchreisende ist vermöge dieser Anstalt durch eine besondere Stiftung Für- sorge getroffen. Das Institut hat einen Arzt, der die Pfründ- ner wöchentlich zweimal besucht, einen Chirurgen und einen Venesiciaten, der im Hause wohnt und täglich in der ange- bauten Iieil. Geistspitals-Kirche Messe liest. Die jährlichen Einnahmen belaufen sich ungefähr auf ein Erträgniß von 7600 st. C. M., und übersteigen in man- chen Jahren die Ausgaben nur um wenige Hundert Gulden, die abermals als Capitalien anzulegen, und mit ihren Zinsen zur Fundirung neuer Pfründen zu verwenden sind. Die Geld- betheilung der Pfründner im I. 18-12 betrug allein 3321 st. 30 kr.; die ganze Verpflegung eines Pfründners im Hause aber ungefähr 169 st. C. M., so daß Einer täglich aus 26 kr. C. M. zu stehen kam. Der reine Acliv-Vermögensstand des Spitals bclief sich am letzten Octobcr 1842 auf 122,637 ft. 34 kr. 3 Pf. 3) Hofspitals-Pfründen. Aebnliche Pfründen für Arme sind jene des aufgehobe- nen Kaiser-Hofspitals. Im Jahre 1561 wurde nämlich ein Fond für 12 Männer und 12 Weiber gestiftet, die man in einem Gebäude neben der Stadtplane verpflegte. Das Spital wurde von Kaiser Joseph II. im Jahre 1787 aufge- hoben, und aus dem Fönte Pfründen von täglich 6 kr. C. M. verliehen; deren Zahl man im Jahre 1834 auf 19 Stellen für IN Männer und 9 Weiber rcducirte. Die Gcsucke um dieselben sind an das hohe Gubcrnium zu richten, und mit Taufscheiu, Armuths-, ärztlichem und Moralitäts-Zeugnisse zu belegen. Die früher bestandenen Lazaretspital-Pfründen sind schon lange aufgehoben und mit dem Sicchenhausfonde vereinigt. !,) Gebär- und Findelhaus. Das Gcbärhauö und die Findelanstalt (Paulus- thorgasse Nr. 71). Vor ungefähr 70 Jahren wurde in Grätz eine öffentliche Entbindungs-Anstalt errichtet, wo;u man ein kleines Gebäude im Hofe des Sieckenbauscs benutzte und bei allmähliger Zunahme der Entbindungen auch einen Theil des
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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