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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 373 -
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Seite - 373 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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373 allerhöchster Hof-Entschließung der Kaiserin« M. Theresia vom 27. Juni 1767 unter dem Titel eines allgemeinen Ar- beitshauses ins Leben gerufen wurde, indem die große Kai- serinn weiter nock unterm 5. Mai 1769 befahl, das landes- fürstliche Jagd- und Lustschloß Karlau, welches sie dem Ar- beitspause cigenMümlich zuwies, dem es auch fortan eigen verblieb, zur Unterbringung desselben zu verwenden. In die- sem Gebäude wurde einem Befehle der Kaiserin!, vom 22. Juni zu Folge diese Anstalt am 1. Juli des letztgenannten Jahres eröffnet. — Im Iabre 1779 setzte Igna> Freiherr von Königsbrunn diese Anstalt iu seinem Universal - Erben ein, wodurch allein sie ein gestiftetes Stammvermögen von 89,715 fi. 45'/, kr. erlangte. Mit Hof-Entschließung vom 25. December 1777 wurden ibr die Fiscalitätcn (Heimfällc) zugewiesen. Das Schloß Karlau blieb dem früher angegebe- nen Zwecke bis nun Ialne 17«4 gewidmet. Damals erklärte K. Joseph II. bei seiner Anwesenheit in Grätz die '„'agc des Hauses, seiner großen Entfernung wegen, für durchaus un- geeignet zu einem Arbeitspause, welches in die Stadt gel'öre. Dcsihalb wurde mittelst allerhöchsten Handbillets vom 2^. Mai 1784 die Ueberse!)u»g des Arbeitshauses in das jetzt dem Ca- mera! - Aerar gehörige sogenannte Molkische Freihau? in die Färbergassc (siehe S. 234 und 299), welches bis dahin ein Waisenhaus war, und die Übertragung des Zuchthauses in ein besonderes Gebäude des TchlcßbergeS anbesohlen. Das dadurch leer gewordene Schloß der Karlau wurde militärischen Zwecken gewidmet, und das nächst dein Armenha»^ gelegene Gebäude al5 Zwa ngc-arbeitsHaus für Personen benutzt, welche Polizei - Ueberiretungen und geringere Verbrechen be- gangen hatten. — Die Fonds des Straf-, Zucht- und Arbeits- hauses wurden fortan vermengt verwaltet bis zum I. 1819, in welchem zur abermaligen Trennung derselben geschritten wurde. — i?hne ic ein fröhliches Gedeihen zu verraihen, ver- blieb die Zwangoarbeils-Anstalt in ihrer ursprünglichen Gestalt bis zum I. 1829, zu welcher Zeit sie ihrem Verfalle schon ganz nahe war. Dieser wurde die nächste Veranlassung >u ihrer Reorganisation und zur Gründung des gegenwärtige!, Zwangs- arbcitshauses, welches, vor der Hand nur als Localanstalt für die Stadt, in seiner gegenwärtigen Art mit hoher Hoftanzlei- Vcrcrdnung vom 1. September 1832, Z. 15,873, genehmi- get und am l. Jänner I8Z6 für einen Stand von 89 Kö- pfen wieder eröffnet wurde. — Das Gebäude des kaiserlichen
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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