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Im Ial're 1839 wurden nun ft'onsumo ciügcnil'rt: Och-
sen, Külie, Stiere, 9108 Stücke; Milch 534,35,^ Maß; Käse
1148 Zentner 96 Pfund; Schweinefett, Speck, Knochenmark,
219'' Zentner 92 Pfund.
Mit dem Ausschrotlcn des Rindfleisches waren im Jahre
1842 nickt weniger als 36 Fleischer beschäftigt, von denen
ungefähr 12 auf der allgemeinen Schlagbrücke schlugen. Da
die klebrigen in eigenen Schlachtbänken ausschrottcn, so ist
dadurch die Aufsicht auf das Schlagen erschwert. Der Perkauf
des Rindfleisches ist nur den Fleischer» gestattet, während in
Ve^ug auf die übrigen Fleischenten vollkommene Gewerbe-
frcihcit besteht.
Taß das hiesige Kalbfleisch dem Rindfleische an Güte
nachstelle, schreibt Herr Dr. Hlubek dem Umstände ;u, das!
man die Kälber nicht mästet und nicht lange genug säugen
laßt. Mit dem schmackhaften Schweinefleische und Wildprete
hat man dagegen Ursache zufrieden zu sein; Schas- und Zie-
genfleisch wird weniger genossen.
Eingeführt: Kälber 17,575, Schafe 909, Lämmer 3445,
Frischlinge 780, Schweine 4866; an Wildpret: Hirsche 85,
Wildschweine von 30 Pfimd und darüber, dann Tammhir-
sche 12; Frischlinge, Rehe und Gemsen 1439, Hasen 6607,
ausgehacktes Roth- und Schwanwild 12 '/^ Zentner.
Weltbekannt ist das vorzügliche Gedeihen des Geflügels
in Steiermark. Die steierischen Kapaune haben sich durch ihre
ungewöhnliche Größe und ihr Zartes schmackhaftes Fleisch weit
und breit einen Ruf erworben; aber auch die iuogeu Hühner,
die indianischen Hähne (prov. Janisch, Pockcrl, Schuster'.'ögel),
die Tauben, Enten, Gänse und das Federwild werden von
den Gourmand's nicht verachtet.
Eingeführt: Trntl'übner, Enten, Gänü', Kapaune u.dgl.
38,168, Hübner und Tauben 260,840; an Eiern 4,7^,500;
an Federwild: Fasanen, Birkhühner, Auerl'ähne, 521; Neb-,
Hasel- und Schneehühner, Wildgänse, Enten, Tauben und
Waldschnepfen 3000; Nchrhühner, Duckenten, Moos-, Hei-
den- und Wiefenschnepfen 35; kleinere Vögel, als: Drosseln,
Wachteln u. s. w. 1284 Tuyend.
Außer den früher erwähnten Fischen, die in den na-
hen Gewässern vorkommen, werden in der tältern Iahresuit
noch viele aus Ungarn m Markte gebracht, als: Hausen,
Schill, Schaidstsch, Fogusl, u. s. w.; unter den Seetliieren
aber vonüglich Häringe, Sardellen, Stockfische und Austern
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918