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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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wasscr in Laiback ziemlich übercin, werden aber von jene!» in Prag und Pesth weit übertroffen, da jede?, der letzter» nicht weniger als 10 Gran firer Vestandtl'eile in eine,» Pfunde enldält. Mit Unrecht würde man dal'er die Härte des hiesigen Trinkwassers als eine Ursache des endemischen Kropfes und Kretinismus beschuldigen, da ledere Gebrechen in jenen Städ- ten nicht einheimisch sind. Das Brunnenwasser ans dem Weisiischen Haufe, so wie fast durchaus iu de» niedrigern Stadtteilen, ist von weicherer Beschaffenheit, uud datier nicht nur als (Getränk, sondern auch zum übrige» häuslichen Gebrauche sehr gut verwendbar. Eini- ge Trinkwasser der Murvorstadt siud von Zahlreichen Insecten- lärmen belebt, die sich mit großer 'Agilität darin bewegen und mit unbewaffnetem Auge wahrnehmbar sind. Die Güte der steierischen Weine war von jeher berühmt' seit dein letzten Dccennium aber hat der Weinbau »och be- deutende Fortschritte gemacht und jenes voruigliche Vneuguiß Steicrmarkö veredelt. In der Regel charatterisircn sich die steierischen Weine durch einen großen Alkoholgehalt, einen sehr lieblichen Geschuiack, ein angenehmes Aroma, uud die Mehr- zahl durch eine blaßgelbe Farbe' ihre Haltbarkeit ist sehr ver- schieden. Wenige sind von rothcr Farbe und größerem Ge- halte an Gerbestoff. Ucberhaupt dürfte es wenige Weinländer geben, die so verschiedene Sorten von Weinen erzeugen, als der Aoden von Steiermark. Zu den bekanntesten Sorten ge- hören die um Windisch-Feistriy wachsenden Weine, als: ^'rant- ncr, Ritteröberger, der liebliche Pickcrer, vor Allem der Io- hannesberger, der geistreiche Wiscller, die Nadtersburger, Wur- berger, Pettauer, besoulero der Stadtbcrger, die Saurilscher, Saulalcr, die sich am besten Nl Tischweine» eignen, der Schil- cher und Luttenberger. Für Kranke siud die leichtern Natkers- burger, Sausalcr und Wiudischl'iichler am meisten zu empfey- len. Die Eigenschaft, die Harnabsondcrung zu befördern, kömmt besonders dem Sandberger zu; der zweideutige Ruf aber, die Entstehung der Gicht ni begünstige», dem Luttenberger, der zu de» stärkste» Sorte» gebort. Wenn trotz eines bedeuieute» Alkoholgehaltes der biesi- gen Weine die Säufertranthciten, insbesondere der Säufer- Wahnsinn in Grätz seltener vorkomme», alü i» Wien, so rührt es zum Theile von dem nüchternen Temperamente des Grä- hers, der zu Erecsseu im Weiu- uud Vrauntlreingenufse »ve- niger inclinirt, theils auch davon, daß man die steierischen
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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