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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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' - '— 391 V Weine in den ersten Jahren consumirt, in denen sie milder und lieblicher sind. Für rcnbare Individuen, insbesondere für Reconvalcsccntcn ist ein guter Ocstcrrcichcr-Ncin mehr geeig- net, der auch durch Wässern von seinem angenehmen Gcschma- cke miuder verliert. Gefährliche Verfälschungen der Weine wurden bei vor- genommenen Untersuchungen nicht gefunden. Am häufigsten dürften sie mit Obstmost, mit Wasser, oder eine Sorte mit andern gemischt sein. Die schädliche Veimischung von Vlei- zucker kömmt seltener vor, als in Ocsterreich, weil der steieri- sche Wein weniger Säure enthält, und daher zu derlei Zu- sätzen minder verleitet. Im Jahre 1«Z9 betrug die Einfuhr an Weinen 24,101 Eimer 20 >/4 Maß, an Wcinmost K925 Eimer 4?"/4 Maß, und bat im Vergleiche m frühern Jahren sehr abgenommen. Daß die Konsumtion des Vranntwcins geringer ist, als in den meisten Provinzen der Monarchie, bleibt eine er- freuliche Erscheinung. Im I. 1639 wurden l)icr 260 Eimer Branntwein zu 20" producirt. Die Konsumtion des Aiercs ist auch in Grätz in der Zunalnne begriffen. Im I. 1<^Z9 wurden von l« trauern l>^,l9u Eimer producirt. In den Wintermonaten ist dieses Getränk zum Thcilc ausgezeichnet und fast durchgehend» tadel- los, wiewol es mit dem echt baicrischen Viere keinen Vergleich aushält; im Sommer jedoch, besonders in den Monaten Au- gust und September ;cigt es eine auffallende Neigung zur sauer» Gälnung, daher es in den Gasthäusern nicht immer gal,r auogeschäntt wird, und manche Diarrhöe und Kolik ver- schuldet. Um jedoch billig m sein, muß man an die größten- theils seichten Keller erinnern, die sich zur Aufbewahrung des Bieres nicht eignen. Der Melh ist besonders bei der gemeineren blasse be- liebt, uud stedt auch als Heilmittel gegen verschiedene Krank- heilen in 'Ansehen. Am allgemeinsten aber verbreitet ist der Genuß des Kaffees von den edelsten Sorten bis zur wohl- feilsten, von dem echten unvermischtcn Kaffee bis zu seinen gewöhnlichen Surrogaten. Ohocolaic und Holländcrlhee werden größtentheils nur von den höhern Ständen getrunken. Die Gratzer-Choco- late hat sich durch ihre Güte einen Namen erworben. Für Kinder wird häufig ein Aufguß von gebrannten Cacaoschalcn, oder Feigen-, Eichel-, Gerstenkaffee, oder eine .
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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