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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 395 -
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Seite - 395 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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395 Die Kaffcbbäuser, deren Grätz 19, und uvar 9 in der Stadt und 10 in den Vorstädten «ählt, werden von den Män- nern, besonders nach dein Mittagsessen fleißig besucht, und die Zeit alldort mit Karten- und Villartspiel, Kaffchtrinlcn und Tabakrauchen hingebracht; während die Frauen in den späteren Nachmittagsstundcn eine der 12 Kassel,- und Milch- wirtschaften, unter denen die Milchmariandeln (siebe S. 279), die Gartenanlagen des Hrn. Schnell (siehe S. 27^) und die Hoferinn am Nuckerlberge am zahlreichsten besucht werden, aufsuchen und allrort Kaffehträinchen bilden, in deren Mittc zuweilen auch die liebenswürdigste Medisance ibren Platz ein- nimmt. In den Morgenstunden werden diese Anstalten des Kaffebs wegen auch von der männlichen Jugend und zwar selbst im Winter fleißig besucht. Nnter den Kaffehhäusern sind die voruiglichsten: im Ja- tominibause, zum Polarstern, ;ur Stadt Triest, in der Stem- psergasse, am Luegg, im Paradeis, zum »reißen Kreuz, in der Postgaffe und am Franzensplatze. 8. 4. Das Gcwerbewescn. Die Bewohner von Grätz ziehen ihren Unterbau gleich den Einwohnern anderer Städte von ähnlicher Große zumeist aus gewerblichen Arbeiten, welche auch hier, wie anderwärts in Ocstcrreich, größtencheils gczünfiet sind. Die Zunfieinrich- tung ist in Grätz ebenfalls ein sehr altes Institut. So z. V. wissen wir, daß schon unter Herzog Albrechi I,, dem Sohne K. Rudolphs von Hab5burg, im I. 12^4 unter dem Stadl- richter Volkinar die Sattlerzmitt in Grätz gegründet worden sei, und merkwürdigerweise gehört diese Zunft auch jetzt noch zu den vorzüglichsten der Stadt Grätz. Seit jener Zeit null hat sich das ställische Gewerbewescn immer mehr und »»ehr gehoben und in eiin.'lnen Zweigen auch bedeutend vervoll- kommnet, obgleich nicht geläuguet werden kann, daß manche Gewerbe noch immer an einer auffallenden Nnvolltommen- heit leiden. Ist gleich Grätz keine Fabriksstadt, wie Brunn, Siadt Steier u. a., so besitzt es doch einige Großgcwcrkc, die zu den ausgezeichneteren der Monarchie gehören. Der t. k. priv. Lan- desfabriken hat Grätz acht, nämlich: Die k. k. pliv. Zuckcrraffinerie des Grcßhandlungs- hauses Arnstein und Estcles; sie wurde im I. 1825 errich-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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