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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 403 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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— Außerdein wird jährlich noch in der Mnrvorstadt a>n Andrcas- tage ein Markt gehalten, auf dem aber Hanf und Flachs die Hauptgegenstände des Vertriebes ausmachen. Endlich bil- det sich jährlich vor dem Erinnernngstage des heil. Nicolaus ans dem Hauptwachplatze ein ganz cigenihümllcher Markt für Kinderspiel'cug, der den Fremden auch durch manchen charak- teristischen Zug überrascht. — Zur leichtern Versorgung der Bewohner mit dem täglichen Bedarf an Lebensmitteln und andern Feilschaften werden zwei Wochen markte, und zwar in der Mittwoche und am Samstage abgehalten. Zur Beförderung und Unterstützung des Handels und seiner mancherlei Geschäfte tragen die Schiff- und Floßfahrt und das Frachtfuhrwesen (siehe S. 57), dann die Hülfsbe- schästigungen viel bei, welche ihm durch ihre Arbeiten dienen; von der Art sind hier das allgemeine Auskunfts - Comptoir (Postplah Nr. 170), mehre Agenten, zwei Güterbeförderer, ü Hebermeistcr u. m. dgl. Hülssarbcitcr. Wie der Handel, so hat insbesondere auch die Schiff- und Floßmbit in der neuesten Zeit bedeutend abgenommen. Dieses ersieht man z. B. auch aus folgendem Umstände. In Brück bestanden seit alten Zeiten 2 Floßmcistereien, welche sich ganz allein mit dem Verfrachten des aus dem Mür>- thale, Thörlgraben u. a. O. kommenden Streckeisens nach Grätz und Nadkcrsburg beschäftigten und jährlich über 190 Plät- ten abschickten, seit dem Jahre 1830 aber bloß Läden und Gups verführen, ohne je mehr Gelegenheit zu finden, Strcck- waaren auf Plätten zu versenden. — Bis zum Jahre 1812 betrug die Zahl der Platten, welche jährlich von Grätz abgin- gen, im Durchschnitte 200 — 250; seitdem hat ihre Zahl von Jahr zu Jahr mehr abgenommen. Der Grund dieser Ab- nahme liegt theils in dem seit 20 Jahren bedeutend ver- vollkommneten Baue der Straßen, so daß heut zu Tage zwei Pferde um '/,-, mehr Ladung befördern können, als vordem; während dieses bei der Plättenfahrt nicht nur nicht der Fall ist, sondern an manchen Strecken wegen der Unregelmäßig- keit des Flußlaufes bei dem schönsten Wasserstande Schiffe kaum mehr mit einer Ladung von 150 Zentnern durchzukom- men im Stande sind; theils in der größern Kostspieligkeit der Plättenanfertigung, ohne daß ihr Preis am Auslandungspla- he, wo die Fahrzeuge größtenteils zerschlagen und als Vrcnn- cdcr Bauholz verwendet werden, ebenfalls entsprechend ge- , 26 * — .
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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