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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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man den böhmischen Harfenistinnen, welche sich aus der Ge- gend von Presnitz jahrlich und zwar ucmlich Zahlreich bier ein- finden, in Garten und gemeineren Wirthsliäusern nicht un- gerne ni; in jenen Orten hingegen, an denen sich die bessere Classc der Männer bei Wein oder Vier iu traulichem (besprä- che versammelt, werden sie nur «„gerne zugelassen. Dagegen veranstalten schon seit einigen Jahren manche Besitzer öffent- licher Gärten eine größere Harmonie-Musik, »vom ihnen die Musikbanden der hier garniscnirenden Regimenter sehr gut ni Statten kommen, denen das gebildetere Publikum gerne nchört und sich darum auf der Bastei beim wilden Mann, im Ott'schcn Garten, im Gasthause an der Schlegelbrückc, im Garten des Schott'schen Brauhauses, beim schwarzen Elephan- ten, und meinen andern Orten bäusig einfindet. — Um des lästigen Einsammelns von Geldbeiträgen überhoben zu sein, verlangen die Unternehmer an solchen Tagen mitunter ein ge- ringes Eintrittsgeld, gewöhnlich von 4 — 6 kr. Von«. Münze, die das Publikum gerne bezahlt. Im Ganzen hat der Geschmack des Volkes in der Wahl seiner Belustigungen auch hier bereits angefangen eine bessere Richtuug ;u nehmen. Es wird das Spiel, woran jedoch viel- leicht nur der verringerte Wohlstand Schuld sein mag, selte- ner und nicht mehr mit der früheren Leidenschaft getrieben. Das Kegclspicl ist die einzige Belustigung, der man noch gerne und mit Eifer, doch auch nicht mehr mit der frühcrhin be- währten großen Teilnahme, obliegt.—Dem Tanze geht die dienende Classe, der Soldat und das junge Volt der Hand- werter auf das Land der nächsten Umgebungen nach, allwo an Sonn- und Feiertagen, obgleich im Ganzen auch nur an wenigen Orlen, am häufigsten natürlich im Fasching, die Tanz- musik, welche die Banden der in Gratz garuisonirenden Regi- menter besorgen, recht lockend und fröhlich ertönt. Der Häu- selbauer, auf halbem Wege nach dem Schlosse Eggenberg ge- legen, die Kettenbrücke auf d« Lcnd, der schwarte Elephant, der Buntigam, Schönbrunn :c. sind diejenigen Orte, an denen am lebhaftesten getanU wird. Während des Sommers spielen auf der Höhe des Schloß- bcrgcs oder auf dem Ravelinplatz vor dem Fran;ensthor, auf dem Hauptwachplatz, oder vor den Quartieren eines und des anderen Generals die Regimentsbanden die beliebtesten Stücke aus den Opern, wobei sich Kinder mit ihren Wärterinnen und Andere in großer Zahl einfinden. H
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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