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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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dem deutschen Orden die Errichtung und Besorgung einer freien Sclmlc mit dem vollständigen Diseiplinarrechte, einen eigenen Seclastiter cder Direktor ainustellen, ilin N'ieder ui entfernen, und alle Vergehungen der Schüler cl'ne Da;wi- schentunft des Stadtgerichtes cder anderer weltlichen Gerichte zu rügen und zu bestrafen. Um das Jahr 1500 ward diese Freischule von dem deutschen Orden ga,n abgegeben, und an die Pfarre m St. Aegvdcn in die Stadt übertragen. Er;l'er- zcg Karl II. fand bei seine,n Regierungsantritte im I. 15>!>4 das Unterriäuswesen in Steiermark und Grä!) sehr vernach- lässiget, und dagegen die protestantischen Lehranstalten in einer seine eigene Denk- und Fülilweisc sehr beunrulügenden lieber- macht und Ausbreitung. Als Gegenmittel war ihm jetzt sehr willkommen der in Spanien, Frankreich und Deutschland sich erhöhende Ruhm der Ieniitensckulen und die ;unedmende Ver- breitung der Gesellschaft Jesu. In Folge der schriftlichen und mündlichen Unterhandlung mit den Jesuiten erhielten sie so- gleich die Psarrschulc bei St. Aeg'.'den ,ur Besorgung und die von K«'ls Hand unterfertigte Urkunde vom 12. Nov. 15,7^ für ein selbstständigcs Ccllegium und Unterrichtswesen mit fest- gesetzter Dotation. — Nach (?rchcr!ogs Karls Vorliaben sollte diese Lehranstalt bis zur Ausdehnung und Würde einer Aca- dcmie oder Universität erweitert werden. Der Bau der Lelnsale begann scfert. Bis in das Jahr 1584 war das große neue Schulgcbaude Uemlich vollendet, worauf der Onbcncg am 1. Jänner 1585 in erweiterten Diplomen Bestätigung des Lehr-Institutes, vermehrte Dotation mit jährlichen Renten und die Erklärung gab: daß er dasselbe m einer allgemeinen öffentlichen Ttudicnanstalt, Gvmnasium, Academic und Uni- versität erhebe; daß dasselbe für immer die Benennung „Aca- demic, Universität" beibehalten und das Reckt genießen und üben solle, die absolvirtcn Schüler zu den höheren wissenschaft- lichen Würdegraden, zum Vacealaureate, zur kicentiatur und zum Toctcrate der freien Künste und aller theologischen Wis- senschaften ;u erbeben mit allen auf den Universnätostudien durch Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich üblichen Freiheiten der Graduirten. Papst Sinus V. sendete zugleich im I. 1585 und 1586 zwei Vcstätigungsbullen, und K. Ru- dolph II. crtbeilte zu Prag am 29. April I5>8N sein kaiser- liches Confirmationsdiplom. Die Installirung und Eröffnung der neuen Universität geschah dann sogleich in der Aegvden- kirche mit großer Feierlichkeit und Ucbergabe der Fundaticns-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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