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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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und aus den freiwilligen Beiträgen bemittelter Priester der Gesellschaft selbst, in den Jahren 1744— 1759 errichtet, ist in dieser langen Epoche das merkwürdigste Ereignis,. — Die ersten Reformen dieser Studien gingen in den Jahren 1754 bis 1756 vor sich. In ;wci Jahrgängen der Philosophie lehrte man Lo- gik, Metaphysik und Mathematik, Physik, Ethik und Natur- recht, und nicht mehr Jesuiten aussckliesilich, sondern auch andere Priester und Tcctorcn aus dem Orden der?lugusti»er und Dominikaner wurden angestellt. Im Jahre 17Ü5 wurde statt dem früheren Lchramte kirchlicher Zeremonien das Lehr- fach einer systematischen Moral eingeführt. Durch die Einse- hung einer schon im I. 1760 anbefohlenen Ttudiencommissicn in Gratz erfolgte 1766 die bedeutendste Erweiterung der Uni- versitäts-Studien. Zu den früheren Gegenständen kamen jetzt (bis 1779) die Vorlesungen über angewandte Matlicmatik, Ma- schinenlehre, über hebräische und griechische Sprache, Kirchen- gcschichtc, geistliche Beredsamkeit, das Studium der Kirchen- vater, theologische Polemik, Studium der heil. Schrift, »nd Eregcse ohne systematischer Hermeneutik. Nach Aufliebung des Jesuitenordens wurden alle Lehrämter (mit Aufnahme der Physik und Mathematik) gelehrten Weltmännern, (Geistlichen anderer Orden und Säeularpriestern anvertraut, und im I. 1775 neue durchgreifende Veränderungen in dem ge>'am>nten Schulwesen vorgenommen (nach den Perordnungen vom !>>. Februar und 3. Octcbcr 1774), welches der Staat jetzt un- mittelbar in seine Oberaufsicht und Leitung nahm. — In dem neuen philosophischen und theologischen Studienplane sprach sich der wohlwollendste Geist aus. — Hebräische und griechische Sprache mit systematischer Hermeneutik der heil. Schriften alten und neuen Bundes, Patrologie, Polemik und theologische Literaturgeschichte, umfassende Dogmatik, Moraltheologie, Kir- chcnrccht, Pastcraltheologie und geistliche Beredsamkeit erhiel- ten jetzt eigene Professoren. — Durch die Einführung der Nor- malhauptschule ward das Game mit den unverändert belasse- nen Gymnasialstudien in einen systematischen Zusa,!iine»baug, und die durch 200 Jahre gämlich vernachlässigte deutsche Mut- tersprache wieder in die verdiente Würdigung gebracht. Seit dem I. 1777 wurde auch Bienenzucht gelehrt, und Unter licht für Vlilitärschmicde gegeben. Im I. 1779 nahm (nach dem Hofdccrctc vom I. 177tt) das öffentliche juridische Stu- dium seinen Anfang, in welchem drei Professoren über Digc- sten, über das peinliche Recht, die juridische Praris, über Na-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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