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mehrt; auch übernahmen die Herren Stände sämmtlichc Be-
soldungen u. s. w. aus eigenen Mitteln zu bestreiten.
In den kehrfächern trat die Veränderung ein, daß mit
dein Vortrage über Chemie noch jener der Plwsit verbunden,
statt der Astronomie und allgemeinen Technologie eine Lehr-
tanzcl für technisch-praktische Mathematik creirt (1827) und
daß dieselben noch um das Fach der Berg- und Hüttenkunde
vermehrt wurden (1832); auch machte die bedeutend heran-
gewachsene Vibliothck in ilirer Geschästserweiterung außer dem
bisherigen Scriptor die Anstellung eines Bibliothekars (1828)
und eines Amanuensis (1835) nothwendig. Die Lehrkanzel
der Lantwirthschaft, schon früher von den Herren Ständen
an der Universität erhalten, wurde an das Ioanneum gezo-
gen (1825) und mit den nothwendigsten Lehrmitteln ausge-
rüstet, auch war es ihr um so leichter, mit der Landwirth-
schafts-Gesellschaft in steter Berührung zu bleiben.
Nun waren die intellectuellcn Mittel des Institutes auf
eine Weise ausgebildet worden, daß der weitere Schritt, der
einzige noch übrige Schritt mr Vollendung des (Hainen nicht
mehr aufgeschoben werden konnte. Dem ursprünglichen Ge-
danken getreu, ein für die hauptsächlichsten Interessen des
Landes zur Förderung des Bergbaues und namentlich der
Eisenhüttenkunde einerseits, und der Landwirthschaft anderer-
seits wirksames Institut auszubilden, fehlte noch eine größere
Ausdehnung der mathematischen und technologischen Wissen-
schaften, welche in der Sonderung der Fächer, als: Elemen-
tar - Mathematik, höhere Mathematik, practische Geometrie,
Mechanik und Zcichenkunde, für welche zwei neue Professuren
geschaffen wurden (1840), ihr Ziel erreichten.
Diese höhere Ausbildung der technisch-montanistischen
und ökonomischen Vildungsanstalt am Joanne»»! halte die
Notwendigkeit einer Vorbereicungssckule herbeigeführt, welche
unter dem Namen Realschule, gleichfalls von den Herren
Ständen dctirt, in Kurzem ihre Wirksamkeit beginnen wird.
Ein zweijähriger Lehrcurs daselbst, in welchem die An-
fangsgründe der Mathematik, Geometrie, Zcichenkunst u. s. w.
betrieben werden, wird die Iugcud geeignet machen, in die
höhere Lehranstalt des Ioanneums überzutreten, in welchem
je nach der einen oder der andern Seite hin ein drei- bis
vierjähriger Curs festgesetzt ist.
Da die beiden Fächer Vcrg- und Hüttenkunde thcorctisch
allein nicht durchgeführt werden können, so werten dieselben
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918