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stitutes, welche als Officiere höheren und niedere!» Nangcs
in den Rcgimcntcn zur Ehre dieser Anstalt dienen.
k) Die Handlungsschule
Ist ein uen dem hiesigen vereinigten berechtigten bürgerlichen
Handelsstande schon seit vielen Jahren unterhaltenes Unter-
richts-Institut, das im Laufe der Zeilen vielfältige Verände-
rungen erlitt, in seiner gegenwärtigen Gestalt aber seit etwa
zehn Jahren besteht. Es werden dahin an Sonn- und Feier-
tagen alle Handlungsjungcn gesendet und in den für ihren
Beruf erforderlichen Vorkenntnissen unterrichtet. Der Unter-
richt wird von einem Lehrer, einem ('»'hälfen und einem Ka-
techeten ertheilt. Der Lehrcurs ist in ;wei Abteilungen ge,
thcilt; die Gegenstände desselben sind: die Neligicn, der kauft
männische Vricfstvl, kaufmännische Aufsähe überhaupt, Han-
dels-Geograplüe und Geschichte, die kaufmännische Rechen-
kunst, die einfache Buchhaltung und das Handlungs- und
Wechfelrecht. Die gaine Anstalt tostet bei -WO fl. <?. M . ,
N'o'u alle Principale, welche Jungen in der Lehre haben, bei-
tragen.
8. ».
Wissenschaftliche und andere Vereine.
») Die k. k. stcicrmälkische Landwirthschafts-Gesellschaft.
Auch diese Gesellschaft, welche den Erzherzog Johann
als ihren Gründer verehrt, ist in ilnem Keime vom Joanncum
ausgegangen, wo sie sowcl die ersten brauchbarsten i?rgane,
als auch die unentbehrlichsten Mittel zu ihrer Bildung fand.
Zu dem Zwecke, eine den Fortschritten der Zeit angemessene
Förderung des Ackerbaues in Steiermark herbeizuführen, ha-
ben sich Männer aus allen Ständen, vorzüglich aber praktische
Landwirthe im Jahre 1A19 vereiniget. Schon in den ersten
Gründungen ihrer Organisation wurde darauf hingesehen, der
Gesellschaft die möglichste Ausdehnung und die größte practi-
sche Wirksamkeit zu ertheilen. Temiufolge waren einerseits
in der Theilung der Gesellschaft in einzelne Parzellen mit in-
nerer Gliederung, ein Mittel enielt, um auch den vom Sitze
des Zentrums noch so entfernt wohnenden und unbemittelten
Mitgliede Gelegenheit zu verschaffen, an den Interessen des
Gesammtkörpers Thcil m nehmen und mitzuwirken. Die Ge-
sellschaft, auf Steiermark beschränkt, spaltete sich nach den Lo-
calverhältnissen des Landes in 25 Zirkeln cder Filialen, jede
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918