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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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4 6 8 Kunst überhaupt und ihre eiinclnen Zweige insbesondere, de- ren Zahl zu vermehren er fortan bemüht ist, ihm zur Benü- tzung überlaßt. — Auf diese Weise werden unter der Leitung des Herrn Directors und der Aufsicht des Lehrers der Elc- mentar-Zeickmung wöchentlich yvci Mal, Tinstags und Sams- tags, in den Abendstunden von 5 — 7 U!>r, die üdcr Kunst handelnden Werte gelesen, die besten Zeichnungen vorzüglicher Kunstwerke unter der Anleitung jener Herren betrachtet, und gelegcnheitliche Erläuterungen beigefügt, wodurch die artistische Bildung von Jünglingen nicht wenig gefördert wird, die vor- hergehend schon Hand und Auge tüchtig und >wcckgemäß zu gebrauchen in den Vormittagsstunden gelehrt worden sind. e) Privat-GcmHldegallerien. Außer der öffentlichen Gema'ldegallcrie der hohen Her- ren Stande gibt es in Gral) noch mehre nicht uninlcrcssante Sammlungen von Privatpersonen. — Zu den größten Schc»«- würdigkeiten der Stadt gehört, ob ihrer Kunstschähe, gegenwär- tig die Wohnung Ihrer königl. Hoheit der Frau Herzogin» von Vcrry im gräflich Hcrberstcin'schen Hause im ersten Sack (3ir. 237). Es ist bekannt, daß die Frau Herzoginn, bei der un- glücklichen Katastrophe, durch welche sich das Jahr 1830 in der (beschichte der europäischen Staaten denkwürdig gemacht hat, ihr Privatcigenthum in Frankreich behalten habe. Von der aus Frankreich überführten beweglichen Habe ist zwar ein Theil der Gemälde nach dem Schlosse Vrunnsec gebracht worden, aber das Kostbarste des Gcrathcs, Alles was irgend eine theurc Reliquie der Familie Vourbon oder ein Zeichen der Freund- schaft, ein theures Angedenken an wcrthe Freunde war, ließ dieselbe aus den verschiedenen Pallastcn und Lustschlössern, über die sie einst als Herrinn gebot oder ilir Sohn noch ge- bietet, hierher schaffen und ihre Privatwohnung damit aus- schmücken. — Unter dem Geräthe, welches die Zimmer ziert, sind einige Stücke, die einen historischen Wcrth haben, so ;. V. gleich im ersten Zimmer des ersten Stockwerkes der Schreib- kasten (Secrccä'r)dcr unglücklichen Königin» Maria Antoinette. — Eine andere Classe von Sehenswürdigkeiten bilden einige der Familie Vourbon theuren Reliquien, so ;. V. im zwei- ten Stockwerke im sogenannten gothischen Zimmer der linken Seite der in Gold künstlich gearbeitete Schrein, im altdeut- schen Style, welcher die Asche des getreuen Sully birgt.— Die Gemälde, welche fast nur Werke französischer Meister sind, H
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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