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eins durch freiwillige Beiträge, oder durch andere Hedcutende
Mitwirkung <u seinem Zwecke unterstützen. Zu auswärtigen
Ehrenmitgliedern werden nur ausgezeichnete Mitglieder auswär-
tiger Musikvereinc auf Vorschlag der Vereinsmitglieder ernannt.
Das Einkommen des Vereins bildet sich aus den Einlagen und
Beiträgen der Mitglieder, den Einnahmen der Conccrte, die
für den Fond des Vereins gegeben werden, und dermal auch
aus der bis Ende des Jahres 1843 allerhöchsten Orts bewil-
ligten Unterstützung von jährlichen 500 fl. C. M. aus der
stand. Domesticalcasse. Ein ausübendes Mitglied zahlt monat-
lich 1 st. W. W. cdcr 24 kr. C. M. Die Beiträge der Ehren-
mitglieder sind ungleich, müssen jedoch nach den Statuten we-
nigstens das Doppelte des Monatsbcitrags eines ausübenden
Mitgliedes betragen. Nebstdcm erlegt in der Regel jedes Mit-
glied bei seinein Eintritte eine Einlage, die wenigstens das
Doppelte eines Monatsbcilrags ausmacht. Zur Erreichung des
Vereins;weckcs dienen Proben, Concerte und die Musikschulen.
— Die Proben, bei welchen alle ausübenden Mitglieder genau
,M erscheinen und »nnuwirken, nach den Statuten verpflichtet
sind, werden in der Regel alljährlich vom Monate October bis
zum Monate August, als dem eigentlichen Schuljahre, auf
einen Tag in jeder Woche bestimmt; sie können jedoch nach
dem ('nitbefinden des Musik-Directors noch vermehrt werden.
— Die Concerte theilen sich in Subscriptions- und öffentliche
Concertc. Die letzteren werden von den ausübenden Mitglie-
dern am letzten Sonntage eines jeden Monats, mit Ausnahme
des Septembers und Oktobers, im Ncbungssaale des Vereins,
Nachmittags von 4 bis 6 Uhr gehalten, wobei der Zutritt nur
den Vereinsmitgliedern und ihren Angehörigen zusteht. Die
Subscriptions-Concerte werden gewöhnlich in der Fastenzeit
ohne öffentliche Ankündigung abgehalten, und erfreuen sich der
allgemeinsten Theilnahme, besonders unter den höheren Stän-
den. Ihr Ertrag ist nir Erhaltung der Vereinsschulen be-
stimmt. Oeffentlichc Concerte werden bei dem dermal beste-
henden Verbote der Concerie an Normaiagcn nur für wohl-
thätige Zwecke gegeben, deren Ertrag aber sehr unbedeutend
ist. Zur Verfeinerung des musikalischen Kunstsinnes, ;ur Ver-
mehrung der Ainalil und höheren Ausbildung der musikalischen
Kunstgenosscn, bestehen auf Kosten des Vereins eigene Musik-
schulen für den Gesang, für die Violine und für Blasinstru-
mente, in denen der ilnterricht uncntgeldlich crtheilt wird.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918