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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 482 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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482 Zweite Z lith ei l u n g. Die Umgebungen von Grätz. Maria- Grün. ^)u den stillen, aber nir geselligen Freude dennoch ein- ladenden Plätzchen gehört Maria-Grün. Ein kleines, der Mut- ter des Erlösers geweihtes Kirchlein, ein hübsches Gasthaus mit netten Gartenanlagcn nnd einigen Vauernhütten machen zusammen diesen von den Städtern so gerne besuchten Ort aus. Von den Tborcn der Stadt hat man ibn sowol dem Fahrwege über Gcidorf, als dem viel schöneren Fußpfade über den Nosenbcrg folgend, in ein bis anderthalb Stunden leicht erreicht, und fürwahr, man erstaunt nickt wenig, aus der ge- räuschvollen Stadt in so kurzer Zeit sich in dicse Einsamkeit versetzt m sehen. — Rings von meist bewalteten Bergen einge- schlossen, liegt am Grunde des engen Thals, welches sich in das Thal von Grcisbach mündet, die kleine Kirche von Ma- ria-Grün, einst das Ast'l wcltcntsagcndcr Anachoreten. Erst in der Mitte des XVII. Jahrhunderts wurde näckst der Ere- miten-Klause ein Gotteshaus erbaut. Die Umstände, welche dieß herbeiführten, erzählt Kumar') auf folgende Weise: Ein Fremder, im Dienste des Malthcscr-Ordens, wurde auf einer Reise durch Grätz von einer schweren Krankheit be- fallen. Die Tochter des Wirthes, bei dem er wohnte, pflegte ihn so sorgfältig, daß er ihr nach erfolgter Genesung die Hand zum ehelichen Bunde reichte. Er übernahm das Gastbaus sei- ner Schwiegcrältcrn zum Hasen in der Schmidgasse, jetzt Ulm Strauß genannt, und lebte 15 Jahre im ungestörten Frie- den, bis ihm der Tod die Gattin» raubte. Er verehelichte sich nun zum zweiten Male mit einer Bürgerstochter von Grätz. Als diese in die Wochen kam und die Entbindung Gefahr drohte, gelobte der Zärtliche Gatte: im Falle seine Frau ge- nesen würde, der damaligen Sitte gemäß, zur Verherrlichung der Mutter Gottes eine Kirche zu bauen; dieß geschah, und «) V><l«r,fch,n,a>et,sche Streifzüge ,,i ücn Umgebungen v°» Grah, l»l5.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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