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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 483 -
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Seite - 483 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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der junge Sprößling, ein mu»teres Knäblein, bestimmte dar- auf durch einen Stcinwurf den Platz, wohin die Kirche zu stehen kam. So wurde im Jahre 1665 neben der Eremiten- Klause die Kirche gebaut und das Bildnis? der geliebten Frau zum ewigen Andenken, das die Zeit nun freilich schon '.'er- wischt hat, in derselben aufgehangen. Sowcl, Fritz, so hieß der fromme Stifter, als Stanis- laus Steingruber und Johann Spies hatten diesem neuen Gnadenorte mehre nicht unbeträchtliche Spenden zugedacht, wodurch es möglich wurde, selbst einen Priester ;u dolireu. Bis zur Zeit dcr Negierung K. Josephs II. hatten fromme Klausner ihre stillen Gebete für das Wohl jener Familien zum Himmel erhoben. Jetzt ist die Klause in eine Trivial- schule umgewandelt. Aber noch versaunnelt dcr Pfarrer zu gleichen Segnungen täglich seine christliche Gemeinde. Das beigcgebene Vild zeigt Kirche und Schulhaus, und etwas lieser das Gasthaus mit seinen Gartenanlagcn. Auf dem Berge über demselben erblickt man Groisbach, ein Schlößchen von einer gar herrliälen Lage. Links auf der Höhe des ein- schließenden Gebirges ist nächst dem Bauernhause eine der schön- sten Fcrnsichlcn der Umgebungen von Grätz. Die Hochplattc. Diese Fernsicht ist jedoch noch bei weitem großartiger auf dem höchsten Puncte dieser Gcbirgsrcihe, welcher Plattenbcrg oder die Hcchplattc genannt wird, und eine Höhe von 1987 Par. Fuß hat. Man erreicht die Hochplatte von mehren Sei- ten auf Fußpfaden, ja selbst auf Fahrwegen, welche sich sehr anmuthig durch Wälder und Felder schlängeln und an Vauern- höfcn vorüberfüliren, von der Stadt aus leicht in 1'/^ bis 2 Stunden. Ta der höchste Punct dieser keineswegs steilen, ja sogar etwas abgeplatteten Bergspitze ein Wäldchen einnimmt, so würde dcr Aussicht von dort aus allerdings ein Hinderniß gesetzt sein, wenn demselben nicht durch einen Pavillon, der über alle Gipfel der Bäume hinausragt, abgeholfen wäre. (3s ist ein Verdienst des Herrn Recknungsratlies Göbl, scwol auf diesen: als auf mehren anderen Höbcnpunctcn der Umgebun- gen von Grätz, welche sä'öne Fernsichten darbieten, aufmerk- sam gemacht und durch seine Bemühungen zugleich die Mit- tel herbeigeschafft zu haben, damit sie für diesen Zweck benützt werden konnten. Auf diese Weise ist im Wege der Subscrip- tion hier im I. 1839 der von Holz aufgeführte und gegen 31 ' !
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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