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tlnimlich. Die Kirche selbst ist geräumig und nickt überladen,
die Altäre, deren eines ein Vild von Schmid trägt, aus Mar-
mor von dem Verge, worauf die Kirche steln.
Auch dem Naturhistcriker bietet Maria-Trost manches
Beachtenswerte dar. Merkwürdig ist die kleine Kalkinsel, von
tertiären Gebirgen umgeben, welche mittelst einer Spalte, durch
die der Bach fließt, in <wei Theile verschnitten ist. Die meist
gewundenen Schichten dieses Uebergangskalkes fallen nach Stun-
de 16 bis 17, wie in der Kette des Plawutsckes. Auf Klüf-
ten findet man mehre Kri'stallformen von rliomoädrischen Kalk-
haloid. Eine hübsche, durch das Vorherrschen von kalksteten
und kalNiolde» Pstaiücn ausgezeichnete Flora ist an diese Kalk-
insel geknüpft, darunter sind vorzüglich iu nennen:
^lcüzzu^Ii^üüm, I.iüum
«um , Il
IIc!i:,i>!l><?mllm vul^nic u. s. w.
3er nebenstehende Stahlstich enthält eine Ansicht von
Maria-Trost und der Hochplatte von dem entfernten Noscn-
berg aus. Hat man den Nucken desselben von der Südwestseite
auf dem gewöhnlichen, etwas eingeengten Fujipfade erreicht,
so wird man durch dies! offene Bild, worin Maria-Trost den
Glanzpunct bildet, sicherlich auf das angenehmste überrascht.
Der Rosenbcrg und Ulrich sbrunncn.
Eine Hügelkette, die sich beinahe bis an die Thore der
Stadt hinucht und dieselbe im Norden umfangt, bildet den
sogenannten Nosenberg. Schon der Name klingt einladend,
und wirklich möchte kein Puncl der Umgebungen ,u Ansiet-
lungen für den Sommeraufenthalt der Starter so geeignet
sein, als dieser.
Ein malerischer Wechsel von Vergrücken, Gehängen und
Schluchten, so wie Mannigfaltigkeit in der Verthcilung von
Wiesen, Feldern, Obstgärten, Wcinpstanüingen, und mehr
oder minder ansehnlichen Waldparthien haben sicherlich so viel
Anziehendes, daß sich ftder Begüterte gani vorzüglich hier sein
Sorgenfrei zu bauen sucht. Eine Menge der hübschesten Land-
häuscken schmücken nun die Höhen dieser Hügelkette oder zie-
hen sich bescheiden in die Thäler uirück und verbergen sich
unter dem Vlütcndache der Obstgärten.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918