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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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499 des Baierlionogs Heinrich des Schwarzen, eine Frau von un- gowölmlichen Geistescigenschaften, und ibr einziger Sohn Ottc- kar V, (auch VII ) bis zum Jahre 1l38. Nach und nach wuchs durch fromme Stiftungen, Ver- mächtnisse und Privilegien das Vermögen und das Anseben der Abtei dargestellt, daß im I. 1316 König Friedrich der geistli- chen auch noch eine weltliche Macht beifügte, die darin bestand, daß es auf eigene Gründe Unterlhanen aufnehmen und ;u ent- fernen , Nichtcr zu halten und von den Untcrtl'anen Steuer zu belieben berechtigt wurde. Um diese Zeit trat Nein mit den Abteien Seckau, Stainz, später auch mit Lavant und dem Kar- tliäulerkloster in eine geistige Bruderschaft; auch wurde es durch eiucn Umbau, welchen Abt Hartwig v. Emcrberg aus- führte, verschönert und erweitert. Der Abt Angclus Mansc, ein Mann von großer Fröm- migkeit und ausgezeichneter Gelehrsamkeit, nahm im I. 1418 an dem ßoncilium ;u Constanz Thcil. Die Verdienste, welche sich dieses Stift erworben, bewegen K. Friedrich, demselben auf der Kirchenverlammlung in Basel si443) die Inful <u erwirken. Bald darauf ^1463) brannte die Abtei beinahe ganz ab, wurde aber im I. 1481 wieder erbaut, uud erhielt die in jenen kriegerischen Zeiten nothwendigc Vescstigung, die man zum Thcilc noch wahrnimmt. Die Unglücksfälle und ein Paar verschwenderische Aebtc, Job. Freih. v. Zellncr und Ludwig Ungnad Freiherr von Eonneck, batten Nein um einen großen Tdcil seiner Besitzungen gebracht, so daß es sich später kaum zu erholen vermochte; doch gelang es dem klugen Abte Georg Freiscisen, einen Theil der verlornen Güter wieder einzulösen, ebenso seinem ausgezeichneten Nachfolger Mathias Gülger, nicht nur meln'c Besitzthümer zu aquiriren, sondern zugleich das Stift durch ein gan; neues Gebäude ;u erweitern. Letzterer war es auch, der es durch seinen Einftuß dahin brachte, daß sich 7 benachbarte Oisiercicnser-Klöster unter das Gcneral- Vicariat Nein begaben; er starb 1628. Eine wiederholte Ver- größerung der Abtei erfolgte im Anfange des XVIII. Jahr- hunderts unter Placidus Maill>.', der auch die herrliche Stifts- kirche bauen ließ. Unter den 46 Acbtcn, welche in einem Zeiträume von 714 Jahren ununterbrochen aufeinander folg- ten, Zeichneten sich mehre durch wissenschaftliches sowol, als gemeinnütziges Wirken aus, daher auch in den letzten 200 Jahren fast alle Aebte ;ur Verathung über Landesangelegen- . heilen als ständische Verordnete berufen wurden. Ganz bcson- 32 '
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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