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des Baierlionogs Heinrich des Schwarzen, eine Frau von un-
gowölmlichen Geistescigenschaften, und ibr einziger Sohn Ottc-
kar V, (auch VII ) bis zum Jahre 1l38.
Nach und nach wuchs durch fromme Stiftungen, Ver-
mächtnisse und Privilegien das Vermögen und das Anseben der
Abtei dargestellt, daß im I. 1316 König Friedrich der geistli-
chen auch noch eine weltliche Macht beifügte, die darin bestand,
daß es auf eigene Gründe Unterlhanen aufnehmen und ;u ent-
fernen , Nichtcr zu halten und von den Untcrtl'anen Steuer
zu belieben berechtigt wurde. Um diese Zeit trat Nein mit den
Abteien Seckau, Stainz, später auch mit Lavant und dem Kar-
tliäulerkloster in eine geistige Bruderschaft; auch wurde es
durch eiucn Umbau, welchen Abt Hartwig v. Emcrberg aus-
führte, verschönert und erweitert.
Der Abt Angclus Mansc, ein Mann von großer Fröm-
migkeit und ausgezeichneter Gelehrsamkeit, nahm im I. 1418
an dem ßoncilium ;u Constanz Thcil. Die Verdienste, welche
sich dieses Stift erworben, bewegen K. Friedrich, demselben auf
der Kirchenverlammlung in Basel si443) die Inful <u erwirken.
Bald darauf ^1463) brannte die Abtei beinahe ganz ab,
wurde aber im I. 1481 wieder erbaut, uud erhielt die in
jenen kriegerischen Zeiten nothwendigc Vescstigung, die man
zum Thcilc noch wahrnimmt. Die Unglücksfälle und ein Paar
verschwenderische Aebtc, Job. Freih. v. Zellncr und Ludwig
Ungnad Freiherr von Eonneck, batten Nein um einen großen
Tdcil seiner Besitzungen gebracht, so daß es sich später kaum
zu erholen vermochte; doch gelang es dem klugen Abte Georg
Freiscisen, einen Theil der verlornen Güter wieder einzulösen,
ebenso seinem ausgezeichneten Nachfolger Mathias Gülger, nicht
nur meln'c Besitzthümer zu aquiriren, sondern zugleich das
Stift durch ein gan; neues Gebäude ;u erweitern. Letzterer
war es auch, der es durch seinen Einftuß dahin brachte, daß
sich 7 benachbarte Oisiercicnser-Klöster unter das Gcneral-
Vicariat Nein begaben; er starb 1628. Eine wiederholte Ver-
größerung der Abtei erfolgte im Anfange des XVIII. Jahr-
hunderts unter Placidus Maill>.', der auch die herrliche Stifts-
kirche bauen ließ. Unter den 46 Acbtcn, welche in einem
Zeiträume von 714 Jahren ununterbrochen aufeinander folg-
ten, Zeichneten sich mehre durch wissenschaftliches sowol, als
gemeinnütziges Wirken aus, daher auch in den letzten 200
Jahren fast alle Aebte ;ur Verathung über Landesangelegen-
. heilen als ständische Verordnete berufen wurden. Ganz bcson-
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918