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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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P^Z^.. ! Wurmbrand, Stürgkh in dem Besitze von Plankcnwartl, gewe- sen, bis es im Jahre 1^20 an den gegenwärtigen Inhaber Moritz Ritter von Horstig überging. Ein dem Verfälle preis- gegebenes Schlößchen bei St. Oswald, Althofen, ist mit Plan- teuwarth vereiniget. Tas Panorama au» den Fenstern von Plankenwart ist einzig in seiner Art und gehört zu den großartigsten des Lan- des. Ein Meer, dessen Wogen zu Bergen erstarrten, breitet sich um und um aus, und steht an Erhabenheit des Charak- ters selbst dem siurmbeweglc» Oeean nickt nach. An dem Schlosse vorüber fülut die Straße nach St. Os- wald, einem Torfchen über einem etwas niederen Gebirgsrücken ausgebreitet, das nicht selten von den Stadlern, die sich an der schönen Natur erfreuen wollen, besucht wird. Offener, lieb- licher und freundlicher möchte nicht leicht ein anderer Ort zu finden sein, und wer einmal die Wonne genießen will, sinn- dcnlang von den Blülhri'.blätlein der Obstbaume beschneit m werden, der mache einen Mai-Spatziergang durck diese para- diesische Gegend. Neberdieß findet er an der Kchlhansinn, der Wirthinu des Ortes, eine wahre Vaucis, die ihn mit allem, was sie bat, ans das bereitwilligste versorgt. Für Fußganger findet sich ein näherer Wl-g hierher, auch kann man auf diesem allenfalls zur Stadt nirücktehrcn. Hier führt der Pfad a» den Slcinbcrgen vorüber, eine Gegend, durch die bedeutendsten Steinbrüche der Nmgegcud von Grä'tz ausgezeichnet. Der Kalk- stein wird hier vorniglich zu Trcttcirs, Tyiir- und Fcnstcrstö- cten, Ecksteinen und anderen Dingen gebrochen und verarbei- tet. In der Nahe der Vrüche steht ein bekanntes Gasthaus, das, so wie die schöne Umgebung, sehr häufig zum Ziele der Ausflüge der Stadtbewohner dient. Vom Kcllerhause genießt man eine der schönsten Aussichten in die westliche Gebirgsland- schaft von Steiermark, die sich zu einem Hochgenüsse steigert, wenn man icnen Zcitpnnct trifft, wo die rosigen Pfirsich- und Acpfclblütcn gemischt mit dem ersten garten Grün der Vu- chcnbläiter die Haupttinten des Vordergrundes bilden, während die fernen Gipfel der Alpen noch in dem Schneeklcide des Frostes prangen. Ucber die Stcinberge führt auch der nächste Fusipfad nach dem Städtchen Voitobcrg, der, indem er zahlreiche Ausläufer der nördlichen Gebirgskette durchschneidet, der Weg über die neun Hügel genannt wird. Auf diesem, durch den steten Wech- sel von Berg und Thal zwar etwas beschwerlichen, aber angc-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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