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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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505 Er bekleidete übcrdieß den Gesandtschaftsposten in Spa- ! nicn und Zeigte sich am päpstlichen Hofe mit wahrhaft fürst- lichem Pompe. Nicht weniger hat sich dieser ausgezeichnete Mann auch als Schriftsteller hervorgetha». Ichann Ulrich baute das gegenwärtige Ncsidcnzschloß Eggenberg unweit der alten Stammburg und starb im Jahre 1634. Er hinterließ als Erben zwei Tochter und einen Sohn Johann Anton, geboren im I. 1619. Auch dieser Fürst von Eggenberg Zeichnete sich als Staatsmann aus, wurde ;um Landeshauptmann in Krain erwählt und bekleidete endlich den Posten eines Botschafters am päpstlichen Hofe, wofür er vom Kaiser die Grafschaft Gradisca erhielt. Fürst Anton hinterließ ;wei Söhne, Johann Christian und Johann Sevfried- beide waren kaiserliche geheime Nathe, erstercr Ritter des goldenen Vließes und erhielt 1634 Sitz und Stimme im Neichsfürsten-Collegium, letzterer Landes- hauptmann in Krain. Nntcr Fürst Johann Christian feierte K. Leopold l. im Jahre 1673 sein Veilager bei der Vermäh- lung mit der Enlienoginn Claudia Felice auf dem Schlosse Eggenl'erg. 2 i^e Pracht und Herrlichkeit, die dabei stattfand, hat sich in mehren Neberblcibseln erhalten, welche noch gegen- wärtig Vcwundcrung erregen. Kumar gibt davon a. a. O. S. 120 eine ausführliche Veschrcibung. Johann Se>.'fricd batte noch bei Lebzeiten seinem einü- gen Sohne Jobann Anton einen Theil seiner Wurden abge- treten, er folgte aber schon nach 3 Jabrcu (!7l6) dem Va- ter in die Gruft. Er hinterließ nur einen männlichen Spröß- ling Johann Christian und zwei Töchter Anna Eleoncra und Viaria Theresia Josephinc. Jener wurde nur 13 Jahre alt und mit ilnn erlosch der fürstliche Stamm der Eggcnberger im Jahre l.7l7. Mehre von seinen Gütern fielen an den Kaiser nirück. Ein Thcil des Erbtheiles, und namentlich der Stammsitz Eggenbcrg ging an den Ncichsgrafen von Hcrbcr- stein, dein Gemal'l der Anna Elccnora über, in dessen Besitz er noch gegenwärtig ist. Das regelmäßig gebaute Schloß hat melire Etagen, drei Hofräume, und ist mit einem Graben umfangen. Säle und Zimmer sind mit Tapeten und Gemälden, besonders von dem vaterländischen Künstler Weißkircher geschmückt, und enthalten neuerlichst einige Originalien von Canova; auch findet sich in der Schloßtapellc ein schönes Grabmal aus carrarischem Marmor von demselben Künstler. Tas Schloß ist rings von A
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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