Seite - 506 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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einem angenehmen Garten umgeben, der reich an Laubgän-
gen und schattigen Plätzen ist. Der nach Hilden gelegene
Theil hat in dem letzten Decennium die meiste Aenderung
erfahren, namentlich ist Per ein im französischen Geschmacke
angelegter Irrgarten kassirt werden. In der vorderen Ecke die-
ses Thciles ist eine Schiesistätte, meist mit Scheiben aus dem
vorigen Ial'Minterte, die nicht selten possirliche Devisen tra-
gen, ausgeschmückt. Drüber war noch ein Taubenschiesicn für
Damen damit in Verbindung. Gegenüber an der nördlichen
Ecke des Gartens befindet sich eine se!,r besuchte Restauration,
die gelobt ni werden verdient. Der Mangel an steifen Alleen
maäue diesen ohnehin freundlichen Thcil, des Gartens noch
anziehender ' ) .
Dcr Plawutsch und dic Fürstcnwartc.
Der im Westen der Stadt sich Ziemlich steil, erbebende
Gebirgsrücken, welcher sich Zwischen Eggenberg und Gösting
ausdehnt, n'ird Plawnisch genannt. ?cur die minder geneigte
Abdachung seines östlichen ,^ -ußes ist mit Neben bepftanu,
übrigens bedeckt ein geschlossener Buchenwald die Höhen.
Die Dörfer Algersdorf und Baierdorf, die sich ;u bei-
den Teilen von Eggenberg ausbreiten, bezeichnen die Rich-
tung, die einst die Nömerstrasie, wie einige Ausgrabungen
wahrscheinlich machen, hier genommen liaben mag.
Der Plawutsch hat eine hübsche Vegetation von vorzugs-
weise kalcstcten Pfiaincn, worunter selbst einige Seltenheiten
<u nciuien sind, wie z. V. li ! i
H'/lö., am Vorderplawutsch, und
auf der Spitze des Berges. Vom Erwachen des Frühlings
bis in den späten Herbst findet der Botaniker immerfort reiche
Ausbeute, und wenn ikm nach dem Schmelzen des Schnees
allenthalben das liebliche ?Il'vtNl'0i,>mi> <!c!n5 Lgni« begegnet,
so württ das rosige (^ L>«m<?n ourc»^:,^u», noch bis spat im
Sommer die Lüfte. Hier erscheint auch in wärmeren Jahren
niweilen die Sing-Cicade (l'.iligcia Oini) und zirpt von den
Wipfeln der Bäume ihr seltsames Lied. Weiter nach Norden
>) D,c l>e,g>„cb>'n,' Ansicht ze!,it, nebst dem S<<>l»^< ^>k sckone Ocliirqs-
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918