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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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50» diese ßlüia znüiutlo, in der selbst eine Verbannung nur ;um Lebensgenuß würde. Eines der schönsten Landgüter dieser Gegend ist der Grot- tenl'of, gan; traulich im Busen einer Gebirgsnische zurückge- zogen und nach vorne von unübersehbaren Saatfeldern umge- ben. Das Gebäude ist nicht groß, aber in einem hübschen Stvle gebaut und nett eingerichtet. Ein schöner Garicn mii einem Glashaus« und ein geschmackvoll angelegter Part dienen dein erstcren znr vorzüglichsten Zierde. Gerade über Grottenkof sieht aus der Spitze des Berges ein kleines Kirchlein aus den Wipfeln der Bäume liervor, dies» ist St. Iobann und Paul. Man gelangt am bequemsten durch die Einöde aus dem 'wissen den vorerwähnten Landhäuschen in die Höhe führenden Fußpfade dahin. Das Kirchlein steht ans Kalkselsen und wurde im Jahre 1590 dnrch die wegen ihrer Frömmigkeit ausgezeichnete Ma- ria von Baiern, Wttwe des Enbenogs Karl II. erbaut. lieber dem Eingange sind die Buchstaben I. >l I>. — < .^ V. X. und darunter ein bischöfliches Wappen mit der Jahreszahl 1599 angcdrabt. Wegen der schönen Fernsicht, die ma,l auf diesem Höhenpuncte des Gebirges genießt, wird Johann und Paul, häufig besucht. Eine hübsche Naldstora zieht insbesondeis den Pftanjenlicbhabcr hierher. St. Martin und der Nuchkogcl. Eine kur^ e Strecke vom Grcttenhos nach Süden liegt aus einem nieder» Gebirgsvorsprung Schloß und Kirche von St. Martin, im Munde des Voltes St. Mürten. Dieser l?rt, so wie das nicht ferne in gleicher Lage befindliche Sirasigang waren ohne Zweifel schon ,u Nömers,eiten bewolmt. Ei» hier aufgefundener leider zertrümmerter antiker Löwe von Htein, die Spuren alter Gräber am Schloßlnigel, so wie ähnliche Denkmäler in Straßgang machen es wahrscheinlich, daß diele Gegend schon in den ältesten Zeiten bekannt war. Aeide Orte waren um die Mitte des XI, Jahrhunderts im Besitze Votho's des Starken, welcher mit seinem Bruder Aribo, Pfal,grafen und Herrn in Kärnten und um Kraubat in Steiermark wegen Thcilnahme an der Empörung des Vaierhenogs Kuno gegen ilnen Herrn und Kaiser aller Güter verlustig und geächtet worden war.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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