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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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U 5«2 An der Nerdscitc der Kirche in der äus-ern Vand der Sakristei ist ein Stein, der drei röinische Brustbilder, <wei männliche und ein weibliches, enthält, vielleicht die wilder cb- genannter Personen. Außerdem findet sich Iner noch ein ^as- relies, einen Iupitcrskopf mil >wei ^öwen darstellend, das auf den Iupitcrsdicnst hinweiset. Um die Ialnc l!>>',>> und l!)'>? kam Straßgang als kai- serliches Fiscalgut samm! den Kirchen St. Martin und 2t. Georg (dieß war die uralte Kirche in Straßgang selbst) an das Hockstist Salzburg und von diesem im Jahre 1074, end- lich teilweise auch durch Markgrasen (>)ünllier von Hchenwart (l l.i? — l l40) an das Stist Ndmont. Psarrc und Psarr- tiräie waren damals und bis über die Mitte des XII, Iahr- lmnderts im heutigen i?rte ^eldkirchen, und sind erst später an den Ort und auf die damals „Maria im Elend" genannte Kir- cln' in Strasigang übertragen worden. Diese Kirche wurde im Vause der Zeit ein beri'chmter Wallfahrtsort von den Rittern C>n'crg und Friedrich C>radner (l4»>l und 1-i9») reiflich be- schenkt und insbcsonders von den Mitgliedern des regierenden Kaiseryauscö: Er^yenca, Karl und dessen Gcmahlinn (5riycr- zoginn Maria uon Vaiern; K. Ferdinand II. lind dessen (>!e- malilinn Maria Anna Elecncra, verwitwete Koniginn von Pclilen; Tochter K. Ferdinands II I . , Maria Clnistina, (>>e- mal'Iinn 5l. Karl VI., und der Kaü'erinn Maria Theresia aus- gezeichnet , besucht und mit Geschenke» überbaust. Vis u»n Sacularisationoialnc l^OZ war der Erzbischof von Salzburg Patron und ?eheni>herr von Ttrasigang. Von dem Jahre l!>85 bis 17,^6 waren alle Pfarrer ui Straßgang zugleich sal'bur- gischc ßr,priestcr, welchen alle Dechanteien und Pfarren Zwi- schen der Mur und Donau, von Ucbelbach bis Pclstrrau und bis an die westlichen Gebirge des Naabthales nir Vcstellung und geistlichen Visitation unterstanden hatten. Nachdem das '''istl'nm Seckau sclbstscandigc und erweiterte Sprcngclogewalt erhalten hatte, horte die Enpriesterswürde in Straßgang auf, und seit dem Jahre 1787 blieb hier nur mehr das Dccanat, mit welcher im Jahre 1805 die Auszeichnung einer Haupt- pfarre verbunden ist. Kirche und Pfarrei von Strafigang lie- gen etwas erhaben auf einem Vorsprung des Gebirges, von wo man einen schönen Neberblick über das Gratzerfeld genießt. An dieser vorüber führt ein gebahnter Weg ziemlich steil den Berg hinan zur Filialtirche St. Florian. Dieser Berg, unter
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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