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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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l 5,4 Duft der yleischhafcn erfüllt gleich einem Opferqualm alle Lüfte. Und nenn dann in solchem Gedränge, in solchem Wech- sel von Kommen und Gehen der Mittag und der Abend her- anrückt, ist es ein Wunder, wenn Zuweilen die Freude über- mäßig zu werden anfängt und sich dann lustige, so wie tra- gisch - komische Scenen ereignen. — Aber wer wird nicht gerne dem Volke seine Vergnügungen lassen und sich mit dem Fröh- lichen freuen? Tobclbad und scinc Umgebungen. Ucbcr den Ursprung dieses Vades fehlt es nicht an Sa- gen, aber an geschichtlichen Daten. Nach den römischen Mo- numenten ni schließen, die man in Straßgang, Moostirchcn, im Orte Tobet u. s. w., tun in der nächsten Umgebung des Vades antrifft, wäre es schon den alten Ätömern bekannt ge- wesen und dürfte daher ni den ältesten Vädern Deutschlands gehören. Die erste schriftliche Urkunde darüber finden wir aus dem XVI. Jahrhundert, nämlich eine Äadeordnung, aus wel- cher ersichtlich ist, das! der damals regierende Ferdinand I. das Vad den Ständen von Steiermark mit dein Auftrage über- ließ, es vorzüglich zum Vcsten der kranken Armen zu verwen- den. Dem Sinne des edlen Fürsten wurde von den Besitzern des Vades entsprochen, denen es von ieher als eine Nchlthä- tigkeits-Anstalt, und nicht als eine Quelle von Einkünften erschien. Erst im I. 18lH hörte es auf, beinahe ausschließ- lich für Arme zu dienen, indem es durch die Aufstellung eines eigenen Badearztes und durch zweckmäßige Erweiterung der Legalitäten auch bei dem übrigen Publikum in Aufnalnne kam; aber noch jetzt machen Arme ein Trittheil der Badegäste aus. Tobelbad, das seinen Namen wahrscheinlicher von dem windischen tn^>!o (d. i. lau oder warm), als von dem lüer^ lands fremden Worte Tobel erhielt, liegt ungefähr eine Meile südwestlich von Grätz in einem kleinen anmuthigen Thale, das sich gegen Süden in das Kainachthal mündet. Durch jene sanfte Kette waldiger Vcrge, die am rechten Murufer hinuc- hen, vom Hauptchalc geschieden, vereint es ländliche Einsam- keit mit der angenehmen Nähe der Stadt. Der gainc Bade- ort besteht aus zwei Vadel'äusern, einem Gesell schafiesaalc, einer Äirche und sieben bis acht anderen Gebäuden, größten- thcils ,ur Unterkunft der Gäste. Das Mineralwasser, dem es seinen Ursprung verdankt, entströmt zwei ungefähr 40 Klafter von einander entfernten Quellen, von denen die obere oder
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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