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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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31 5 nördliche eine Temperatur >.'on 21" N., die untere aber 22'/«° N. am Ursprünge !eigt. Jede liefert in einer Minute unter Aus- werfen zahlreicher Blasen eine Quantität von IN Kubikfuß Wasser. Frisch geschöpft ist es klar, rein und geschmacklos, und verbreitet einen schwachen Geruch, der an Schwefclwaffer- stcffgas und Vitumcn erinnert. Der Luft ausgesetzt, trübt es sich sckon nach einiger Zeit, spielt ins Vläuliche und läßt ein ähnlich gefärbtes Pulver M Boden fallen. Um die untere Quelle zum warmen Bade benutzen ;u können, wird durch einen complicirten, «cm Mechaniker Huck aus Wien verfertigten Dampfapparat der Dampf mittelst eines Rol'rcs in die Quelle geleitet, und dadurch die zufließende Was- sermenge auf 28" l l . erwärmt. Man unterscheidet datier ein warmes und kühles Vad, unter welchem letzteren man die obere Quelle versteht. In der chemischen Beschaffenheit sind sich beide Quellen sehr ähn- lich. Professor Schrötter, dem wir die folgenden Mittheilun- gen verdanken, hat gefunden, daß die untere Quelle an gas- förmigen Bestandtl'eilcn Stickgas, Kohlensäure und Saucrstoff- gas, jedoch sämmtlich nur in geringer Menge enthält. An fixen Vestandtheilen sind in 10,000 Gewichtstheilen enthalten: Kohlensaure Kalkcrde 1,632 Kohlensaures Natron 0,921 Schwefelsaures „ «,167 Schwefelsaure Kalkerde 0,930 „ Bittercrdc . . . . . . 0,640 Chlorcalcium 0,398 Kieselerde . 0,133 Von kohlensaurem Giscnorydul einige Spure» Summe 4,821 Diese Vcstandtheilc beziehen sich auf das klare filttirtc Wasser; in der unmittelbar <u Tage kommenden Quelle aber schweben stets noch gelbbraune Flecken, welche größicntheils aus quellsaurem Eiscnc/ydo bestehen, und den sogenannten Vadeschlamm bilden. Schon aus der chemischen Analyse geht zum Theile her- vor, welche Heilkräfte der Quelle zukommen, nur werden sie durch die verschiedene Temperatur des warmen und kühlen Ba- des modificirt. Sie zeigen sich im letzteren vorwaltend tonisch (stärkend), während sie sich in jenem mit einer auflesenden Wirkung verbinden. Das Vad wirkt stärkend und beruhigend auf das Nervensystem, besonders auf jenes des Unterleibs, 33 '
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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