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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 519 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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519 Eine angenehme Zugabe für einen Badeort ist Tobel's schöne Umgebung. Die Gegend trägt den nordischen Charak- ter im Kleinen, sie ist reich an üppigen Trinen, frischen Quel- len, Himmel anstrebenden ^ichlcnwallern lind Ansichten auf fernes Hochgebirge im Contraste mit jenen Badeörtern, wo die Kunst die Dürftigkeit der Natur mühsam '.'erbirgt, hatte sie hier wenig zu thun; der Naturfreund fühlt sich von der Umgebung um so mehr angezogen, weil er mit den Gegriffen von Land das Einfache und Ungekünstelte verbindet. Eine Stunde vom Vade liegt das gleichnamige Torf mit seiner alterthümlichcn Kirche, das schon im Xl l l . Jahr- hundert bekannt war. Ein anmuthigcr Weg führt durch das Thal auf die Anhöhe des Fleckens, von dem man das Tcbcl-, so wie einen großen Theil des freundlichen Kainachtliales über- sieht. In der Nahe des Ortes Tobel findet man auch den so- genannten Gcjadhof, der vielleicht schon in der Nömerzeit die Villa eines Reichen gewesen. Auch die nahe Kirche ist ein Denkmal der grauen Vorzeit, und soll angeblich im Anfange des XIII. Jahrhunderts erbaut worden seiu. Noch mehr be- lobnt sieht sich der Naturfreund, wenn er die waldigen Höhen auf der Lüdseite des Badeortes ersteigt; tritt er endlich aus dem schattigen Dunkel des Föhrenwaldcs, so öffnet sich ihm eine Landschaft, die durch den Schmelz ihrer Farben vom dunklen Grün ihrer Walder bis zu dem luftigen Vlau des fernen Hochgebirges, durch den Contrast des ill'llischen Thales mit dem imposanten Zuge der Alpen und durch den goldenen Segen, den die Narur darüber ausgoß, überrascht und ent- zückt. Der Weg zum sogenannten Kanzler, einem freundlichen Bauernhöfe, ist daher ein Lieblings-Spaziergang der Bade- gäste. Höher gelegen, aber dennoch begränztcr in seiner Fern- ansicht, liegt das freundliche Badcgg. Auch Liboch und das fernere Lanuach werden l'äufig besucht. Auf der Ostseile gehört Schloß und Ort Premstctten zu den beliebtesten Ausflügen. Die parkäbnlichen Anlagen von Tobcl sind gut erhalten und mit Bänken und Ruheplätzen reichlich versehen; um so weniger aber ist die Faln'straße nach Grätz zu rühmen, die zum Besuche des Bades nickt sehr ein- ladet. Die Verbindung mit Grätz unterhält ein eigener Siell- wagen, der täglich hin- und zurückfährt und auch Briefe und Packcte befördert. Wer das Bad zu gebrauchen wünscht, hat sich früher an den jeweiligen Director und Badearzt zu wenden. '
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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