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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 526 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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526 ein grünlicher Anflug an den grauen Kalkwänden läßt sich noch wahrnehmen; die niedere Temperatur dieser Höhle ist auf- fallend , mr selben Zeit betrug die Temperatur der Luft nur ^" N., ihr Feuchtigteitsgrad wurde auf 42,0 >^. (!. (d. i. y,^ Gran Wasser in einem Cubitsnße Luft) bestiinmt und das in einer Kluft angesammelte Nasser baue gar nur 1,2" U. Etwas früber, im Monate Juli, findet man sogar (5,6. Westlich von diesen Höhlen ist die große mebr als eine Meile lange Gebirgsschlucht, durch welcke der Raabfluß hier freilich noch gan< jugendlich strömt. Kalk- und Gneißfelsen bilden hier eine ähnliche Gebirgsspalte, in welcher gleichfalls nur Raum für das strömende Wasser übrig ist. Beiläufig in der Mittc dieser Schlucht, welche von Arzbcrg bis Oberdorf reicht, steht kühn auf Felsen das noch dermalen bewohnte Schloß Guttenberg. Es bestell aus dreien, durch eben so viele Höfe von einander geschiedenen Bauten, von welchen der älteste am weitesten auf den Felsen hinausragt. Ein Wappen mit einem Flügel und Zopfe ^Slubenberg'S Wappen) nnd darunter die Zahl 890 dürfte das hohe Alter dieser Vurg wohl aineigen, indcsi findet sich im dortigen Archive ein Kaufver- trag aus dem XIII, Jahrhundert, wodurch diese Vurg von der Familie Kuenburg an die Grafen von Smbenberg überging. Ueber dem Zweiten Thore liefet man folgende Inschrift: „Dieß Haus gebaut bat der wohlgebornc Herr von Stuben- berg; vollendet im Jahre 1567." Interessant ist die Schloß- tapelle in dem ältesten Tlicile, deren Oratorien in drei Stock- werken übereinander stehen. Auch findet man liier den nun- mehr vermauerten Eingang ,u dein unterirdischen Gange, welcher mit der am Ende der Schlucht befindlichen Feste Stub- egg in Verbindung gestanden haben soll. Die «um Schlosse führende Zugbrücke ist erst am Ende des vorigen Jahrhun- derts nach Pcrschütlung des Grabens beseitiget worden. Der Reisende findet in der zur Herrschaft gehörigen Ta- ferne eiue erträgliche Unterkunft. Das Schloß Ricgcrsburg. Scwcl unter den verfallenen, als unter den noch gegen- wärtig bewohnten Ritterburgen der Steiermark gebührt Ric- gersburg unstreitig der erste Platz. Wer seinen Weg nach dem Vadcortc Gleichenberg einschlägt, versäume ja nicht, dieses höchst interessante Fclsenschloß zu besuchen.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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