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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 528 -
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528 tungostücke, Verüerungcn, Gemälde u. s. >v, eiftreckt. Die Waffentammcr, ehedem reich an mannigfaltigen Rüstungen und Kriegsgeräthen, ist seil einiger Zeit ziemlich leer geworden. Die Rundschau von den Zimmern des Schlosses ist gan> besonders schon und nicht leicht mit einer andern dierorts ^u vergleichen; sie reicht einerseits weit über die Gräme naä' Un- garn hinein, andererseits fassen die lcyten Verzweigungen der Alpcnkettc die westliche und südliche Landschaft in den herr- lichsten Nahmen ein, der sich im Halbkreise um dieselbe zieht. Was das Geschichtliche dieses Schlosses betrifft, so tann Folgendes angeführt werden: Tie alte Riegersburg bestand ehedem aus '>wei Bergfesten, aus einer odern und aus einer unteren ^urg, von welchen die obere Äiegcrsburg ^Riethers- burg), die untere aber Lichlenegg geheißen. Dieß bleibt jedoch nur Sage, denn urkundlich nachgewiesen kommeil beide ver- schiedene Benennungen nicht vor. Als die ältesten Lehenbe- siyer dieses iuipcsanten Schlosses erschienen in Urkunden die bei Tl. Leonhard und am Ruckerlbergc begüterten Herren von Wallsec und zwar von der ersten Hälfte des XIV. bis gegen das Ende des XV. Jahrhunderts. Tarauf war die Niegers- bürg fast durch hundert Jahre im Vesil^ c der Herren von Nei- chenbnrg an der Save. Nach deren Aussterben gingen Herr- schaft und Vergschloß auf die reichen Wallsce und von die- sen im Jahre 1571 auf den Ritter Erasmus von Stadl über. Hans Freiherr von Stadl, Sohn des Vorigen, verkaufte Vcidcs um l15,NW fl. an Christoph von Urscnböck, welcher Vertauf erst im I. 16 l8 von dem Vruder des Verkäufers, Karl Frei- herrn von Siadl, bestätiget worden ist. Im I. 16Z7 kaufte Seifried Freiherr von Wechsler die Niegcrsburg von seiner Schwiegermutter, einer Freifrau von Nrscnböck, gcborncn Hork- heim. )iach seinem Tode überging Niegersburg an seine Schwe- ster, Frevinn Katharina Elisabeth Galler, und von dieser nach ilnem Tode im I. 167^ an ihre einige Tocluer Negina, ver- uiählte Frcvinn und nachher Gräfinn voil Purgstall. Nach dem Tode ihres ältesten Sohnes Rudolph, und nach einem Vergleiche mit den Jesuiten, welche das Eigenthumsrecht auf Riegersburg im Namen ihres Ordensprofessen, P. Albert, eines Zweiten Sohnes der Regina, ansprachen und behaupten wollten, folgten von Vater auf Sohn vier Grafen Wemes- lauo von Purgstall böhmischer Linie, nach deren Aussterben die Riegeroburg mit ihrer Herrschaft ein Fidciccmmisigut der Fürsten von Lichtcnstein geworden ist.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
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