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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 529 -
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Seite - 529 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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Bad Gleichenbcrg. Südwestlich von Grätz in einer Entfernung von 6'/, Meilen ist gegenwärtig eines der besuchtesten Bäder im Landes und steht in Bezug auf Frequenz der Gaste nur dem Bade- orte Rohitsch nack. Ter Weg von Grätz führt über St. Pe- ter, den Schemerlberg und Marein durch das reizende Naab- thal und Fcldbach dahin. Den Hauptpunct dieser Curanstalt bilden die Quellen der Sulzleiten von herrlichen Anlagen umgeben, in deren Nahe die ganz neuen und geschmackvollen Gebäude stellen. Außer diesen Quellen gehört noch die Sauerquelle des Iohannesbrun- ncn bei Straden und die Klausner-Stahlquclle nächst der Klam von Glrichenberg ;u dem Gcsammtkörper des Bades. Einige dieser Mineralquellen wurden zwar schon in früherer Zeit benutzt, ilire sichere Gewinnung aber durch kunstgemäßc Fassung und die Möglichkeit il'rer Verwendung als Trink- und Vadwasser sowol an Ort und Stelle, als in der Entfernung danken sie einem Artienvereine, der, obgleich erst im I. 1835 ins Leben getreten, für die mcdicinische Verwendung dieser von der Natur so gütig überlassenen Spende Staunenswerthes zu Stande brachte. Als belebende Seele des Ganzen, clme deren Wirksamkeit diese (Kuranstalt bei weitem diesen Grad der Voll- kommenheit noch nicht erreicht kaben würde, den sie in so kur- zer Zeit erlangte, ist wcl 2e. Ercellen; Hr. Math. Ccnstantin Graf v. Wictcnburg, Landesgouverneur von Steiermark, an- zusehen. Selbst an der Spitze des Actienvcreins und der Em- porbringung dieses Badeortes so manches Opfer bringend, hat dieser für das NM der Provinz stets besorgte edle Mann auf diesen stillen segcnreichen Ort sein besonderes Augenmerk geworfen, ja sogar sein Her',, das er selbst nach seinem Tode demselben vertrauen will, dieser ländlichen Nuliestätte zuge- wendet. Die Gegend von Gleichenberg gekört bestimmt ;u den schönsten und interessantesten des ganzen Landes, jedenfalls zur angenehmsten der östlichen Steiermark. Ohne Zweifel hat auf den pittoresken Charakter dieser Landschaft die hier vorherr- schende Gebirgsart den wesentlichsten Einfluß. Während rings- herum abgerundete Hügel von schmalen Thälcrn durchschnit- ten, ein sanfics wellenförmiges Terrain bilden, tauchen hier wie durch eine Zaubcrmacht gehoben trahitische und basaltische 34
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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