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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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53 Nordwestlich vom Sul>leitnerthale in der äußerst male- rischen Klcim von Gleichenberg dringt aus 3rahit etwas spär- lich der Klausner-Stahlbrunnen hervor. Nach Ritter v. Hol- ger ') zeichnet sich das an der Quelle vollkommen klare und geruchlose Wasser, das einen prickelnden etwas hepatischcn Ge- schmack besitzt, durch den vorwaltenden Bestandthcil von koh- lensauren Eisenorvdul und der freien Kohlensäure aus. Ibre Temperatur variirt etwas, ist aber im Mittel auf 11,9" 1l. anumehmen; von diesen werden etwa 5999 Flaschen jährlich versendet. Was die Heilkräfte dieser Mineralquellen betrifft, so laßt sich in Kürze Folgendes angeben: Das Gleichenberger-Mineralwasser gehört ;u den stärk- sten alkalinisch-muriatischen Säuerlingen ohne Eisengehalt, und nimmt daher unter den auflösenden Mitteln einen aus- gezeichneten Rang ein. In seiner Heilkraft gegen verschiedene Krankheitsformen ist es thcils dem Jod, theils dem Selter- wasser analog, von dein es sich auch in chemischer Hinsicht nur durch eine größere Menge freier Kohlensäure und kohlen- saurer Sal>e und durch Mangel an jedem Eisengehalt unter- scheidet. Tie Erfahrung hat die Constantinsquelle per emi- nentinm bewährt: 1) gegen Scrcpheln mit Torpor, insbeson- dere gegen scrcphulcse Geschwüre und Vcinfraß; 2) gegen Vlähhals und Kropf, wenn er noch von weicher Consisten; und nicht ;u bedeutendem Umfang ist. Sowol Scrcpheln als Krö- pfe, die in dem größten Tbeile Steiermarks endemisch sind, werden an den Bewohnern des Thales Gleichenberg nicht be- obachtet; 3) in Vrusttrankheiten gegen Vcrschlcimungen der Luftwege, gegen schleimige Lungensucht und Asthma, in ver- alteten Katarrben, uir Hebung der Disposition zu habituellen Katarrhen, gegen secimtäre nach Keuchhusten u. s. w. In der knotigen Lungensucht aber ist es nur mit einiger Vorsicht anzuwenden, und in jenen Fällen dieser Krankheit, in denen das Entzündliche vorwaltet, mit sehr gereittem Pulse; inter- currirendem Seitenstechen, öfterem Bluthusten u. Vgl. kann es die antiphlogistische Methode nicht ersetzen. 4) In chronischer Gicht mit Ablagerungen, deren Resorption es befördert, gegen Sand- und Steinbildung von harnsauren Salzen bei gichti- schcn Krankheiten. 5) Vei Nervenleiten, die vom Ilnterleibs- Nervenst'stemc ausgehen, als: Hysterie, Hypochondrie, Magcn- 34 ' ») Pli„Nk>,l>sch-chemische Vclchrewung des Klaus»,r-S»«hl!v«!lcrs, Wien
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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