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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 532 -
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Seite - 532 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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532 krampf u> dgl. 6) Bei Stockungen der monatliche» Reinigung, Unfruchtbarkeit, gegen den weihen Fluß, ,ur Heistellung des Hämorrhcidalstujics. Das, es auch gegen Anschoppungen der Baucheingcweide und ilire Ilachtraiilheiten gute Dienste lci- sttt, wird durch die Erfahrung jährlich bestätiget. Auch als Lurusgetränt wird es gerne getrunken. Das Gleichenbergcr-Wasser wird innerlich und äußerlich angewandt, zur Trinkcur entweder ungemifcht, oder mit Milch, Molken, auch wol zur Nachcur mit Klausnerwasscr verbunden. Man beginnt gewöhnlich mit einem Seite!, d. i. einer kalben kleineren Flasche und steigt allmälilig bis '.'ier Seite! oder trinkt es am Brunnen selbst bcchcrwcise, von einem Becher (der un- gefähr 5 Nincn enthalt) allmäblig bis M ü — ^ Becher stei- gend. Außerdem wird es zu Bädern verwendet, rein oder mit einfachem Wasser gemischt. Der Ichannesbrunnen unterscheidet sich der chemischen Analyse nach von der Constantins^uellc durch eine kleinere Menge freier Kohlensäure, von kohlensaurem und salzsaurem Natrum und den wicwol nur geringen Eisengehalt. Nach zahl- reichen Beobachtungen hat es sich gegen Anschoppungen der Baucheingcweidc mit iluen sccundären Krankheiten, gegen "'er- schleimungen, besonders gegen Blennorrliöen der Blase, gegen Rheumatismus und Gicht vorzüglich hülfreich erwiesen. TaS Wasser wird in größeren Quantitäten (selbst zu 8 Becher täg- lich) als die Gleichcnbcrgerquelle getrunken und auch u> Bä- dern benutzt. Es empfiehlt sich auch als Lurusgetränk. Das Klausncrwasser ist das kräftigste Stahlwasser, das man in der Monarchie findet; daher schon lange seine verdiente und erfolgreiche Anwendung in der Bleichsucht, gegen Scro- pheln, weißen Fluß, Unfruchtbarkeit, Schwäche nach großem Säficvcrluste, Husteric u. dgl. So mannigfaltig der Gebrauch dieser Quellen ist und so wohlthälig ihre Wirkungen sind, so werden diese durch die frische reine Luft, durch die Annehmlichkeit der Gegend, durch die gesunden Wohnungen und durch den heiteren Ton, wel- cher hier die Gesellschaft belebt, nicht wenig unterstützt. Isolirt auf einem sanften Hügel, in einem äußerst ge- schmackvollen Stule erbaut und mit schönen Oartenanlagen umgeben, steht das Woh,i!,aus Sr. Ercellenz des Hrn. Gou- verneurs, Grafen von Wickenburg.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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