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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 536 -
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Seite - 536 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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536 ausgesprochen werde, wälnend es sich denn deck durchaus nur davcm wandelt, wie der Name dieser Stadt heut ,u Tage zu schreiben sei. Es scheint mir dalier die Frage so gestellt werden zu mü^en: Wie wurde der Name dieser Stadt von jeher von dem größten Tlicile der Schriftkundigen gewöhnlich (vorzugsweise) geschrieben? — In Ansflning der sc gestellten Frage werde ich nun im nächsten Hefte der stciermärtischen Zeitschrift durch die chro- nologische Auf;äl'l»ng der bisher durch den Druck bekannt ge- machten Urkunden aller Schreibweisen, wie sie Rauch, Han- thaler, Pe<, Klcinmal'er, Fröhlich, Lünig, Kur;, Wartinger, Fürst von Lichnowöt!,', Chmel, u. Gcvaj, Karajan, Freiherr von Hcrmaor u. m. A. veröffentlicht haben, auf das klar- ste darthun, daß vom I. 1092 an bis zur (Erfindung der Vuchdruckcrtunst die bei weitem am häufigsten vorkommende, und ;war nicht bloß in einer oder der anderen Zcitpcricde, sondern fast Jahr um Jahr nachweisbare Schreibweise die: Grecz, Grctz, Gre;a, Grecium (überhaupt mit dem einfachen e) gewesen sei, und daß sich die Schreibart Gratz oder Graz zu jener verhalte wie 1 zu 5 — 6.— Vor Allem aber ist mir noch keine eiinige Nrkunde und eben so wenig ein Druckwerk in die Hand gekommen, in der diese Stadt in lateinischen Diplomen (^l-221 um oder Ll-Ät-iuin genannt worden wäre und eben so haben in allen lateinischen Werten Geistliche und Weltliche, Jesuiten und Protestanten durch das ganze XVI. bis XVIII. Jahrhundert hindurch diese Stadt stets s^i'üoiuin oder Ol'üLciuin genannt, worauf wol gleich vom vcrnc herein kein geringes Gewicht gelegt wer- den muß. Der wichtigste Grund, auf den Freiherr von Hammer- Purgstall seine Rechtfertigung der Schreibart Gratz stützt, ist die bekannte Ableitung des Namens Gräh von dem slavi- schen Worte Grad, Gradecz, welches ein Schloß, eine Vurg bedeutet. Obgleich ich gegen diese Ableitung vor Allem den wichtigen Grund geltend machen könnte, den ja Freiherr von Hammer selbst in den erwähnten Vorträgen als wahr eingestand, daß sich gar kein geschichtlicher Veweis für eine Ansiedelung der Slavcn in Grätz und dessen Umgebung auf- finden lasse; obgleich ich dagegen noch anführen könnte, daß der berühmte Avcntinus ') den Namen der Stadt von dem li VII.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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