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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 539 -
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Seite - 539 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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ß 539 gestellten Thesis angeführten Authoritätcn figuriren ,u selben, walnend er dock bei seiner längeren Anwesenheit in Grätz, inmitten des durchaus Gratz sprechenden gemeinen Volkes, in langer Auseinandersetzung die Richtigkeit der Schreibweise Grätz uns philologisch nachwies und noch uon Wien aus „schon im Begri f fe am nächsten Tage die Residenz zu verlassen," nir Bekräftigung seiner liier mündlich aus- einandergesetzten Anstalten Folgendes schrieb: „Bei einem »Ortsnamen ist so hoch als möglich der urkundliche Klang „zu verfolgen" — ich habe die Schreibweise Grecz, abgesehen von dem ccrrcspondircnden Grätz, wie sich in der steiermär- kiscl'cn Zeitschrift zeigen wird, in ununterbrochener Zeitfolge bis in das XI. Jahrhundert zurück nachgewiesen — „in deutschen „Urkunden scheint— so viel ich mich erinnere—" schreibt er weiter „eben die Form Grc; (eder Grctz) gerade nicht so spät „erst vorzukommen; Herr von Kaltenböck, der neben mir bei „Endlicher sitzt" — er scheint also auch dort die Schreibweise Grätz verfochten zu haben — »sagt, er habe schon im X l l . „Jahrhunderte von l^l-eüo geschrieben gefunden" — ich aber habe schon im I. 1092'), 1144, 1146, 1149, 1162, 1164, 1180, 1182, l18Z, u. s. f. Urkunden mit « le -o , (^»eoo, Li-in? el,o. nachgewiesen — „und kämen sie auch „im XV. Jahrhunderte erst vor, so würde sich darin," sagt er, „doch eines der wesentlichsten Gesetze unsrcr Sprache, dem „sie seit dem VII I . Jahrhunderte nieiltc, aussprechen, wie es „sich ausspricht; dies; Gesetz lautet so" und uun weiset Prof. Maßmann in Uebcrcinstimmung mit den aus I. Grimm's Grammatik ersichtlichen Beispielen durch eine zu lange Reihe von Anführungen, als daß ich sie hier alle aufführen könnte, die Bildung der Umlaute und insbesondere jene des ü aus dem n nach und fährt dann weiter so fort: „Dicß genüge. „Dem folgen auch eingedeutschte fremdsprachige Ortsnamen. „Aus Gradiz, Gradecz wird ganz nach jenem Gesetze „Grez, Gretz. Erst die neuere Rechtschreibung, welche die „Unterscheidung der langen und kurzen Umlaute (no gegen „e; li gegen oe; ü gegen ue) nicht mehr kennt, hat, dem „Auge dienend, statt jenes Umlautes e (aus a) ein a ge- »schrieben: fa l len, fä l len ; hangen, hängen; während »sie doch fottschrcibt Henker, Mensch (mannisuz) „. s. w. S- Fr, Kurz's Nciträqe ,u<> Geschichte des Lanlcs Ocstcrrcich ob »er Eons. «,nz, li^u, n, Theil S. >M.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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