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»Gretz. Auf diese beide Arten findet man diese Stadt am
„öftesten in den ältesten Diplomen ausgedrückt."
So liättc ich denn gezeigt, und werde solches duich die
chronologische Aufführung aller gedruckten Diplome an einem
andern Orte augenfällig erweisen, daß vom XI. Jahrhunderte
an bis Nl Anfang des XVI. Jahrhunderts in Urkunden fast
nur ()l'«tx und Oi'nt« geschrieben worden sei.
In dieser Periode kommen sein' häufig Urkunden vor,
welche <^i'»eciu<,! schreiben; da nun von Einer Seite her
die Ansicht geltend ;u machen versucht worden ist, daß das e,
einem Vocalcn unmittelbar nachgesetzt, nicht den "Umlaut, son-
dern die Dehnung desselben bedeute, sehe ich mich genöthigct,
auch dieses S. 54l) erwähnten Zweiten Grundes hier noch ni
gedenken. Die Unstatthafiigtcit dieser Behauptung geht gan;
deutlich aus I. Grimm's Grammatik^) hervor, woraus der
Correspondent des Frankfurter Ccnucrsations - Blattes ") erse-
hen kann, daß dieser (Grundsatz nur in der niederländischen
und belgischen Sprache, aber nicht im Deutschen gelte. Die
Unrichtigkeit der im Frankfurter ß'cnversations-Blatte auf drei
Worte: Macstricht, Rehfucs und Soest gegründeten Induclion
geht aber auch noch außerdem aus einer Reihe von Urkunden
dieser Zeitperiode hervor, welche eine Menge von Worten mit
dem Umlaute ä durch das dem a nachgesetzte e bezeichnen.
Wie vom XI. bis nun XVI. Jahrhunderte die geschrie-
benen Urkunden uns die Beweise für die Schreibart Gretz
und Grätz geliefert haben, so gewähren auch die Druckwerke
und die vielen Schriften zahlreicher Gelehrten durch das XVI.
bis in das XIX. Jahrhundert die Vestätigung dessen, was die
frühern Zeiten ausgesagt haben. Der in seinem Fache aus-
gezeichnete und insbesondere in der Literatur der Steiermark
grimdlichst bewanderte Bibliothekar der hierortigen t. k. Uni-
vcrsitäts- und der Bibliothek des st. st. Ioanneums, Herr I.
iirausler wird es Jedem, der es aus seinem Munde zu hören
wünscht, bestätigen, daß in den gedruckten Werken auf ein
Buch mit dem Druckcrie Graz, deren weit über Hundort mit
Grätz, (^l'ueciuin kommen. — Zum Beweise der Nichtigkeit
des Gesagten will ich nur einige der wichtigsten Werke die-
ser Art, so mir in die Hände gekommen sind, anführen. Das
älteste bekannte in der Steiermark gedruckte Nierk sind die i
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918