Seite - 253 - in Guido Adlers Erbe - Restitution und Erinnerung an der Universität Wien
Bild der Seite - 253 -
Text der Seite - 253 -
© 2017, V&R unipress GmbH, Göttingen
ISBN Print: 9783847107217 – ISBN E-Lib: 9783737007214
2.3. AbsageG.A.sbetreffenddieMitarbeit im leitendenAusschuss
(fol. 76–90)
25.03.1905–18.07.1905
DasMfCUdanktG.A. fürseineam25.März1905erfolgteZusagezurMitarbeit
im leitendenAusschuss (s.u.) und versichert ihm, dass diese nicht zu zeitin-
tensiv seinwerde (MfKU, adZ. 11.454) –Wien, 05.07.1905 [handschriftlich].
G. A. berichtet einem Freund [Friedrich Dlabacˇ] über die Aufforderung des
MfCUsowieüberseineBefürchtungenüberdenUmfangderArbeit.Er legt ihm
Konzepte für sein Antwortschreiben vor und ersucht ihn umFormulierungs-
hilfen–VillaWaldessaum,Obertressen,Aussee, 17.07.1905.
FriedrichDlabacˇ rätG.A. zuKonzept I –undatiert [zwischen17.07.1905und
01.08.1905]31.
FriedrichDlabacˇ unterbreitetG.A. genauereFormulierungsvorschläge, falls er
dasAngebotdesMinisteriumsnichtgänzlichablehnenwill.SeinerAnsichtnach
würde dies aber keine negativen Folgennach sich ziehen –Wien, 18.07.1905.
G. A. teilt demUnterrichtsminister [Wilhelm vonHartel] mit, dass er wegen
verschiedener Verpflichtungen der Arbeit im Ausschuss nicht allzu viel Zeit
widmen könne. Er legt eine ListemöglicherMitarbeiter bei und entschuldigt
sichwegen einer Studienreise nach Italien für die Sitzung am3.April –Wien,
25.03.1905 [handschriftlichesKonzept; Listenichtbeiliegend].
Der mit G. A. befreundete Friedrich Dlabacˇ (1867–1947) studierte Rechtswis-
senschaftenanderDeutschenUniversitätPrag.NachseinerPromotion1891war
erzunächstbeiderböhmischenStatthalterei inPragundab1892imMfCUtätig.
1921–1938warDlabacˇ, der selbst einbegabterPianistundViolinistwar,Gene-
ralsekretärderGesellschaftderMusikfreunde inWien.
Literatur:DasJahrbuchderWienerGesellschaft.Hg.vonFranzPlaner.Wien:Planer1929;
ÖsterreichischeMusikzeitschrift 2 (1947), S. 83;WienMusikgeschichte.VonderPrähis-
torie bis zurGegenwart. Hg. von Elisabeth Th. Fritz-Hilscher undHelmutKretschmer.
Münster: LITVerlag2011 (=GeschichtederStadtWienN.R.2,7), S. 421.
3. Erhalt derHofkapelle (fol. 92–102)
05.12.1918–01.1921
G. A. ersucht einen namentlich nicht genannten Bischof32 [vermutlich Ernst
Seydl]umUnterstützung fürdieErhaltungderHofkapelle –Wien, 05.12.1918
31 ZurDatierung:IndiesemAntwortschreibenaufdenBriefvom17. Juli1905teiltDlabacˇG.A.
mit, dass er unsicher sei, ob sich sein Gesundheitszustand bis zur geplanten Abreise am
1.August gebesserthabenwerde.
32 Karlheinz Schenk:DieWienerHofmusikkapelle in der erstenHälfte des 20. Jahrhunderts
KommentierteListeder2012/13 restituiertenArchivalienGuidoAdlers 253
Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
Guido Adlers Erbe
Restitution und Erinnerung an der Universität Wien
- Titel
- Guido Adlers Erbe
- Untertitel
- Restitution und Erinnerung an der Universität Wien
- Herausgeber
- Stefan Alker-Windbichler
- Murray Hall
- Markus Stumpf
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7370-0721-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 316
- Schlagwörter
- Political Science, National Socialism, Nazi-looted, musical life, provenance research, Nationalsozialismus, NS-Raub, Musikleben
- Kategorie
- Kunst und Kultur