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Das Handbuch des Österreichers
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Marine Von einer öslcrreichischen Marine kann erst ver- hällnismäßi~. späl gesprochen werden. Im Jahre_ 1379 wurde der Graf von Dumo Lehensmann der Oster- reichischen Herzöge Hnd damit gelangte . sein festes Schloß am Golf von Triest unter die Oberhohei~ ösl.erreichs. \Venige Jahre später, 1382, nahm die Stacll TJ·icsL die sich im Kampf mit ihrer Rivalin, de;· seegewaltigen Republik Venedig, befand, freiwillig die cdcn eiehisehe Herrschaft auf sich und blieb - mit kurzer Unlerbrechuug zur Zeit Napoleons - bis zum Untergang der üsleJTeichisch-Ungarischen Mon- archie 1918 d e r Hafen Österreichs. Seit dem Jahre 138:! müssen daher auch die Triesliner Schiffe als öslcrre.ich ische bctrachlcl werden. Allerelings mußte sich die Stadt z'uerst einmal selbst helfen. 1511 rü- slele Triest zwei kleine Fahrzeuge aus, die die Schiff- fahrt in der nörcllicj1en Aclria sichern sollten. Unter dem Eindrm:k der türk1schen Bedrohung enlschloß sich dann die . Österreichische Regierung 1555 zur Be- festigung ihrer Seestädte. Man dachte sogar an cTie Scl1afl'ung c·ine.r KriegsHotte und verpflichlcle die Fußtruppen, gegebenenfalls auch zur See zu dienen. DaZl: kam es wohl nicht, wohl aber setzten sich ki·oatischc Flüchllinge in der Stadt Zengg fest und schufen eine sehneile .Tagdflolle, die unter kaiser- lichen Fahnen fuhr. Diese .,Uskokcn", wie man sie nannte, wurden bald der Schrecken der Adria. Die Türken befuhren nur mehr in Form von Geleilzügen die See und auch die venetianischcn Schiffe mußten sich oft genug mil ihnen herumschlagen. Einige Kriege zwischen Oslcrreicll und der Republik Vene- dig (z. B. cler Friaulcr Krieg 1615- 1617) hallen hierin ihre Ursache. Eine stärkere Entwicklung cjer öster- 167
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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