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Das Handbuch des Österreichers
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Physiker eine Hcihe von :\Iiinncrn, die seine Begabung er- kanJ1Le]J, und unterrichtete an einer Volks- · und ü nlerrealschulc in der Leopoldstadt in Wien. Hier erschien 1865 seine Abhandlung "über die Größe der Luftmoleküle". Der Leiter des physikalischen· Institutes an der Wiener Universität, Josef Stefan, eröffnete Joseph Lo~chmidt nunmehr den Weg auf di~ Hochschule. Hier erhielt er eine Professur für physikalische Chemie, die er bis 1891 innehatte. Er starb 1895. Der größte öslcrreichische Physiker aber war ·wohl Ludwig Boltzmann. Er wurde 184,1 als Kinrl eines Fina11zbeamtcn im Wiener III. Gemeinde- bezirke geboren und kam dann mit seinen Ellern nach Salzburg und Linz. Hier besuchte er das G:vm- nasium und bezog dann die 'vViencr Universität, wo er mit Loschmidt Freundschaft schloß. Mit 25 Jahren erhielt er eine Bcrpfung an die Universität Graz und wirkte hie1· 21· Jahre. 1890 zog er nach München, kehrte aber schon naell vier Jahren wieder nach Wien an die Universität heim. lnfolge Über- arbeitung starb er - ohne Zweifel einer der größten Naturforscher aller Zeilen - 1906 in Duino bei Triesl. Wir haben schon den Namen Stefan ge- nannt. Auch dieser gehört zu den großen Öster- reichischen Physikern. Joscf Siefan wurde 1835 in St. Pete1 bei Klagenfurt als Kind slowenischer Ellern geboren. E1· bereitete sich an der Wiener Universi- tät für das Lehramt vor und wa1· sieben Jahre lang Mitlelschullehrer. bis er 1860 als ordentlicher Pro- fessor für Physik an die Wiener Universität be- rufen wurde. Hier wirkte er bis zu SC'incm Tode (1893). Seine bedeutendste wissenschaftliche Leistung wurde das sogenannte Slrahlungsgcsclz, das jene Enlwicldung einleilele,. die bis zur Quanlenlhcorie führen sollte. Ebenfalls wie Bollzmann war Friedrich 229
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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