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Prt:ußen
SchiHehl bei Tnnnenberg den Polen und ein T~il
des Ordenslandes ging 1·erloren. Beim Auftreten
Lulhcrs zog der Deul~chonlenshochmcisler .\1-
hrl'thl nm 1-lohl'Hzoileru 1525 sein gcislliches Gewand
au:,. lr;1l zum Proleslanlismus über und nahm das·
Ordensland als Herzogtum Preußen vo11 der Krone
. Pole11. zn Lehen. Das Haus Hohenzollern, dem er
angehörte. "·ar schwäbischer AbkunrL und halle sich
seit 1115 in der ~fark Brandenburg f(•slgeselzt, die
ihm 1"011 I\niser Sigisnnmd 11110- 1137) I'Crpfändcl
·worden war. Auch die brandcnburgische Haupllinie
des Gescllleclllcs bekannte sich noch in der ersten
Hiilrk des 16. Jahrhunderts zum cnu{gelisdwn (;lml-
ben. :'\ach dem .\ussterben der he,·zoglich-preußi-
schcu Linie des Hauses mit dem geisteskranken
Alhrcchl Fricdrirh e1·bten lß18 clie bramlcnburgi-
schen Hohenzollern m1eh Preußen. \\'ar A.lbrccht
vou Prcul~en wm Luthertum übergetreten 1111d hal le
c1· dadurch seine llcrzogswü1·de gewonnen, so wech-
sellcu rliL' brandenburgischen Hohenzollern 1613 YOm
LullH'l'lum zum C:dvinismus über, um Jülich, Cleve
und Berg erwerben zu können. Einem der späteren
preußisch-brandenburgischen I-Ien·scher, Fricdrirh
Wilhclm 16-JO lß88). aus clem clie königlich-preußi-
sche I-!ofgeschich1ssclireibung später den .,Großen
I<url'ürslen' grmaclil hat. gelang es, Preußen lß57
YOn der polnischen Obcrlehenshcrrliclikeit zu be-
freien und den Schweden einen Teil Pommerns
nbzunrlimcn. In den J(rirgen seiner Zeil wechselte
.er unaufhörlich die Parlci. Leibniz, Deutschlands
greller Philosoph und Freund des Prinzen Eugcn
'o.1 s,11·nycn, bczciclmele als politischen Grundsalz
dieses K111·fürslen die Devise: ,.\~'er mi1· das Meiste
gibt, dem schließe ich mich nn". In der Enlsnlz-
sclil :t ·h1 :nll' dem 1\nhll'n lwrg bei \'.'icu 112. Scp-
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Das Handbuch des Österreichers
- Titel
- Das Handbuch des Österreichers
- Herausgeber
- Ernst Görlich
- Verlag
- Österreichischer Kulturverlag
- Ort
- Salzburg
- Datum
- 1949
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 8.1 x 12.1 cm
- Seiten
- 376