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Das Handbuch des Österreichers
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Reformation unter Persönlichkeilen vom Rang eines Erasmus vou Rotlerdam (1-!67- 1536), des größten Gelehrten nörd- lich der Alpen, und des bekannten Nürnberger Rats- herren Willibald Pirkheimer (1-!70-1530). Bei man- chen anderen war allerdings clte religiöse Unwissen- heit so gr·oß. daß viele nicht einmal wußten, daß sie sich von der allen Kircl1e gelrennt hallen. "\'ielfach verfielen die Menschen einfach dem allezeit wirk- samen Zauber des Wortes Reform. Zu den religiös Unwissenden kamen noch jene hinzu, die, auch nicht theologisch gebildet, zumeist in den Klöstern nach der Freiheil des Fleisches verlangten<. Ernst Tomek: "Kirchengeschiehlc öslerreichs", Innsbruck. 19,19. II. BeL S. 200). -Der protestantische Adel be- nülzle dabei die ungeklärte Lage der Dinge, um seinen Besitz mil Kirchengut abzurunden und er . machte dabei ofl auch vor- proleslanlischl'm Ge- meindevermögen nicht hall. "Alles Geistliche isl Hn- ser; wir sind auf unseren Gütern Herren 1md Bischöfe zugleich; wir setzen die Pfaffen ein und nb und sind alleinige Herr<-n, denen sie zu gehorchen haben; das I<irehengul isl von unseren \'orfahren gestiftet, deshalb unser". Diesen Ausspruch eines Adam v. Puechheim konnte man in mannigfacher Abwandlung hören (vgl. Gcorg Loesche: "Geschichte des Proleslanlismus im \'Ormaligcn und ncuen Oster- reich'·, Wien und Leipzig, 1930, S. 68). Fen)er brachte es die Entwicklung mil sich, daß in Österreich die verschiedenen Richlungcu des neuen Glaubens mit- einander in Streit gerieten. In den protestantischen Ländern sorgte der Landesfürst für die strenge Ein- hallung einer lutherischen oder calvinischen Ge- meindeordnung. Die Hubsburger warcp bis auf :\Ia- ximilian 11. (156-l- 1576) dem Prolcslanlisrnus inner- lich niemals ergeben und gerade i\laximilian II. blieb 258
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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