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Das Handbuch des Österreichers
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Staatsmänner Österreich. Er übernimmt nach dem Frieden von Schönbrunn 1809 die Geschäfte und führt sie bis zur Märzrevolution des Jahres 1848. Wir müssen bei Metternich, um ihm gerecht zu werden, einmal Innen- und Außenpolitik und dann seiuc ersten und seine späteren Jahre unterscheiden. Es gebührt ihm zweifellos das Verdienst, auf diplomatischem Weg Napoleon niedergewo1·fen Zl1 haben. Der Österreichi- sche Staal. der 1811 den Staatsbankroll erklärt halte (siehe Geldwesen), stand 1815 an der Spitze der europäischen Mächte. Daneben hat Mellernich, durch seine Enielnmg und seine Jugenderlebnisse der schärfste Gegner der Revolution, ein System d e r B c h a r r u n g u n d d es S t i II s t an d e s befolgt, das ihn von Jahrzehnt zu Jahrzehnt mehr mit dep aufslr·cbenden neuen Kräfleu des Großbürgertums in Konflikt geraten ließ. Seit dem Tod des Kaisers Franz I. (1835) an die Staatskonferen~ gebunden, die l"ür Kaiser Fcrdinand I. (1833- 18-18) die Regie- run:j fü hrtc, stand er dort seinen erbillerten Feinelen Gral" Kolowral (Inucnminisler) und dem Erzherzog Luclwig gegenüber. Sein Einfluß auf die Innenpolitik sch"aml immer mehr und außenpolitisch erlitt das System die schwersten Rückschläge in Europa und in der Obersee (Aufstand der Griechen 1821, Auf- s land der spanischen Kolonien in Südamerika 1812 - 1830, Lostrennung Belgiens von Holland 1830, Juli- revolution 1830, Schweizer Sonderbundskrieg 1846). lVIcllcrnich, in seiner Jugend Aufklärer, wurde später :unter dem Einfluß seiner letzten Gemahlin, einer Gräfin Zichy, katholisch-kirchlich. Nach 18"18 hat <lr dann in der Verbannung sich auch mit Fragen der Arbeiterbewegung geistig beschäftigt und aus jenerZeil stammt sein Bonmot: "Je suis ne socialiste". Metlernichs Weltanschauung kann am besten in der 292
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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