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Das Handbuch des Österreichers
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Unterrichtswesen Boden wurde von Rudnlph IV. dem Stifter 1365 in Wien geschaHen, der damit seinem Schwieger- vater Kar! IV., dem Gründer der Universität in Prag (13·18), nacheifern wollte. Selbstverständlich war in Paris und Oxford, in Padua und Prag, in Wien und Krakal: die Unterrichtssprache nicht die Landes- sprache, sondern das Latein. Dadurch war aber auch dct1 Schülern und Lehrern eine ungeheure Freizü- gigkeil gegeben. da sie überall und jederzeit Yor- lesungcn aufnehmen und _ Vorlesungen hören konn- ten. Mit Beginn der Glaubensspaltung kam in diese E1ü \\ icklung ein lebhafterer Zug. Die Anhänger Ln I hers errichlelen rür ihre Kinder eigene Schulen. Da es in Österreich hauptsächlich der Adel war, der der neuen Lehre folgte, ergab sich daraus die Talsache. daß es sich um "landsliindische" Schu- len handelte, unt Schulen, die von den Ständen der Österreichischen Länder eingerichtet und erhalten wurden. Daneben gab es aber natürlich auch in den Dt.rrcrn und Märkten, die evangelischen Grundherrn 11nlerslanden, iilmliche Einrichtungen. Solche land- ständische Schulen, in denen auch Latein der wich- ligslc Unlerrichlsgegensland war, entstanden in Graz (15-J l), Wien (1546), Linz (1550) und Klagenfurt (1563). Als Gegengewicht gegen das Luthertum und den Cah·inismus ging der neugegründete Jesuiten- orden dazu über, das iviillel- und Hochschulwesen in seiner Hand zu vereinen. Andere katholiscl!e Scl:ulorden (Piarislen, Benediktiner) folgten ihm oder crncurrten ihre Anstrengungen auf diesem Gebiete. Die J e s u i t e n s c h u l e stellte für ihre Zeit eine hervorragende Leistung dar. \;\,lir finden in ihr nicht bloß die ft·üheren Lchrgegenständ.;) der vorlutherischen Zeit berücksichtigt, man ging dnzu über, Naturwissenschaften (im Sinn der da- 304
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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