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Das Handbuch des Österreichers
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Unterrichtswesen bereiten, die sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts entwickell hatten. Die Ingenieur-Akademie, die seit 1717 in Prag bestand, war 1806 zu einem Polytech- nikum ausgestaltet worden und 1815 erhielt Wien eine gleichartige Hochschule. Nun war 1848 auch die Montanistische Hochschule in Leoben gegründet worden. \Vas unmittelbarr nach der Revolution von · 1848 für das mittlere und Hochschulwesen geschehen war, erfolgte etwa zwanzig Jahre später für die Volksschule. Nachdem das 1855 von Osterreich mit der katholischen Kirche abgeschlossene überein- kommen (Konkordat) ins ·wanken geraten war, wur- den unter tatkräfliger Zusammenarbeit von J,eopold Hasner (1818- 1891) mit den Universitätsprofessoren· Glaser und ßeer das R e i c h s v o l k s s c h u l g e s e t z vom H. Mai 1869 geschaffen. In ibm wird als Ziel der Volksschule festgelegt, sie habe "zur Aufgabe, di;; Kinder sittlich-religiös zu erziehen, ihre Geistes- tätigl;eil zu entwickeln, sie mit den zur weiteren Ausbildung für das Leben erforderlichen Kenntnissen und Fertigkeiten auszustaUen und die Grundlage zur Heranbildung tüchtiger l\•Ienschen und Mitgli<~­ der cles Gemeim\'esens zu schaffen". Die Schulpflicht wurde jetzt für ganz Osterreich vom 6.- 14. Lebens- jahr festgelegt. Eine Schulgesetznovelle aus dem Jahre 1883 sah dann für die letzten beiden Schul- jahre ·auf dem Lande gewisse Schulbesuchserleich- terungen vor. Welche Meinung man schon vor der Revolution von 1848 unter dem Eindruck det Re- former<. Maria Theresias von der Österreichischen Schule gehabt hatte, zeigt die Aussage von Karl Dupin aus dem Jahre 1827. Er schreibt (in seinen "F01·ces productives el commerciales de France", Paris, 1827. 1. Bd., S. 52): "L'instruction des etats aulrichiens esl' beaucoup plus developpee, je ne ctis 309
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Das Handbuch des Österreichers
Titel
Das Handbuch des Österreichers
Herausgeber
Ernst Görlich
Verlag
Österreichischer Kulturverlag
Ort
Salzburg
Datum
1949
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
8.1 x 12.1 cm
Seiten
376
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